KlosterHaltern am See

Prämonstratenserinnenabtei Flaesheim

Prämonstratenserinnenabtei Flaesheim

Die ehemalige Prämonstratenserinnenabtei Flaesheim in Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen, ist ein historisches Baudenkmal. Ursprünglich ein Kloster, wandelte es sich im Laufe der Jahrhunderte und ist heute ein Zeugnis mittelalterlicher Klosterkultur und späterer adeliger Damenstifte.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Flaesheim erfolgte im Jahr 1166 als Niederlassung für Prämonstratenserinnen. Otto I. von Ravensberg und seine Familie stifteten die materielle Grundlage, die durch weitere Schenkungen und Käufe erheblich erweitert wurde. Bis 1803 umfasste der Besitz 92 Höfe und Kotten. Ursprünglich der Heiligen Maria geweiht, wechselte das Patrozinium ab 1225 zur Heiligen Maria Magdalena, die später die alleinige Schutzpatronin wurde. Die Vogtei über das Kloster lag bis 1240 bei den Grafen von Ravensberg, danach ging dieses Recht an die Erzbischöfe von Köln über. Die Einrichtung unterstand dem Abt von Knechtsteden. Im Jahr 1471 lebten 21 Nonnen im Konvent. Im 16. Jahrhundert ließ die klösterliche Disziplin nach, was zur Umwandlung in ein freiweltliches Damenstift um 1550 führte. Papst und Kölner Erzbischof erkannten diesen Schritt bis 1557 an. Ein späterer Rechtsstreit mit dem Kloster Knechtsteden endete 1671 mit einem Vergleich. Die Zahl der Mitglieder sank infolge der Reformation; 1558 waren es nur noch zehn Damen. Ab 1615 war die Aufnahme ausschließlich adeligen Damen vorbehalten. Im Jahr 1790 zerstörte ein Brand die Abtei, und geplante Neubauten wurden nicht mehr realisiert. Die Aufhebung des Klosters erfolgte 1808 im Zuge der Säkularisation.

Lage+

Das ehemalige Kloster Flaesheim befindet sich in der Stadt Recklinghausen im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Vor Ort+

Der romanische Westturm wurde nach 1166 errichtet, die Langhausjoche entstanden in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf älteren Fundamenten. Im 15. Jahrhundert wurde ein neuer Chor mit 5/8-Schluss hinzugefügt. Die frühere Stiftskirche dient seit der Säkularisation als Pfarrkirche St. Maria Magdalena.

In der Naehe+
  • Schloss Sythen (Schloss, 5487 m entfernt)
  • Kommende Malenburg (Kloster, 5670 m entfernt)
  • Schloss Vogelsang (Schloss, 6960 m entfernt)
  • Burg Ostendorf (Lippramsdorf) (Burg, 8023 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Stahlkocher / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.7199, 7.2330