Reiterhof, Abstellraum
Prämonstratenserabtei Rothenkirchen

Die ehemalige Prämonstratenserabtei Rothenkirchen, ein historisches Kloster im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz, stellt ein bedeutendes Kulturdenkmal dar. Die Anlage, die heute als Hofgut Rothenkircherhof bekannt ist, zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte in der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Rothenkirchen erfolgte um das Jahr 1160. Ursprünglich wurde es von Schwestern des Prämonstratenserordens besiedelt, die vom nahegelegenen Kloster Hane hierher übersiedelten. Für sie erwarben die Prämonstratenser eine Kapelle samt zugehörigem Grundbesitz vom Kloster Neumünster. Diese Transaktion wurde vom Mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen bestätigt. Um 1180 kam es zu einem Tausch der Konvente, wodurch die Prämonstratenser von Hane nach Rothenkirchen zogen und die Schwestern nach Hane zurückkehrten. Dieser Tausch wurde 1182 von Papst Lucius III. und 1189 von Erzbischof Konrad I. von Wittelsbach bestätigt. Im Bauernkrieg von 1525 wurde die bereits in Verfall geratene Anlage geplündert. Die Auflösung des Klosters erfolgte 1554, woraufhin es in den Besitz der Nassauer überging und als Hofgut genutzt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Anlage schwere Zerstörungen. Im Jahr 1961 wurden große Teile des Klosters abgerissen, mit Ausnahme des Refektoriums, eines Wohnhauses von 1854 und Resten des Kreuzgangs. Seit 1990 ist die Stadt Eigentümerin des Geländes.
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich im Nordpfälzer Bergland, im Nordwesten der Stadt Kirchheimbolanden, innerhalb des Donnersbergkreises in Rheinland-Pfalz.
Vor Ort+
Heute ist auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Rothenkirchen ein Reiterhof angesiedelt. Das spätromanische Refektorium, ein zweischiffiger Bau aus Rotsandstein mit Kreuzgewölben, ist als gut erhaltenes Zeugnis der oberrheinisch-wormsischen Spätromanik erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz. Es dient derzeit als Abstellraum. Architekturteile des Klosters sind im Museum in Kirchheimbolanden ausgestellt.
In der Naehe+
- Stadtpalais Kirchheimbolanden (Residenz, 3556 m)
- Schloss Kirchheimbolanden (Schloss, 3700 m)
- Amtshaus Kirchheimbolanden (Herren- und Gutshaus, 3703 m)
- Höllrieglscher Adelssitz (Herren- und Gutshaus, 3731 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Keuk / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.6834, 7.9664