KlosterWeilburg

Pfannstiel

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Mauerreste, Gedenkstätte

Das ehemalige Kloster Pfannstiel, ursprünglich eine Wallfahrtskirche, war einst ein bedeutender spiritueller Ort im heutigen Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen. Die Anlage, die auch als Kirche Pfannstiel bekannt ist, lag etwa 4,5 Kilometer östlich von Weilburg und zog zahlreiche Pilger an, die hier Trost und spirituelle Erneuerung suchten. Heute zeugen nur noch wenige Mauerreste von der einstigen Größe dieses historischen Sakralbaus.

Geschichte+

Die Ursprünge von Pfannstiel reichen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück. Damals soll im Wald bei „Panstyl“ ein wundertätiges Marienbild entdeckt worden sein, was zur Gründung einer „Gesellschaft und Bruderschaft des Rosenkranzes Unserer Lieben Frau zum Panstiel“ führte. Durch Spenden und Vermächtnisse konnte eine kleine Kirche errichtet werden, die 1461 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Diese Kirche „Unserer lieben Frau und St. Johannes“ entwickelte sich schnell zu einem beliebten Wallfahrtsort. Ab 1471 oder 1472 übernahmen die Johanniter der Kommende Nieder-Weisel die Betreuung der Stätte. Im Jahr 1482 übereignete Graf Philipp II. von Nassau-Weilburg die Kirche offiziell der Johanniter-Kommende Wiesenfeld. Der Graf behielt sich jedoch eine umfassende Aufsicht vor und setzte drei „Fabrikmeister“ ein, die die Bauaufsicht führten, die Finanzen verwalteten und für die Versorgung der Pilger sorgten. Der Ruf der Wunder im Pfannstiel wuchs, und damit auch die Zahl der Pilger und die Einnahmen. Die Anlage wurde erweitert und umfasste nun ein Wohnhaus für den Prior und einen zweiten Ordensbruder, Wirtschaftsgebäude sowie ein Wirtshaus und eine Pilgerunterkunft. 1488 wurde der Chor und der Hochaltar geweiht, doch bereits im folgenden Jahr brannte die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Mit Unterstützung von Graf Philipp II. und Elisabeth von Hessen wurde ein größerer, dreischiffiger Neubau mit fünf Altären errichtet, dessen Fertigstellung sich bis 1517 hinzog. Die Finanzierung erfolgte unter anderem durch einen Ablassbrief von Papst Innozenz VIII. und wachsende Einnahmen. Die ummauerte Anlage umfasste schließlich die Kirche mit Kirchhof, das steinerne Priesterwohnhaus, Übernachtungs- und Verpflegungseinrichtungen sowie Ställe und Scheunen.

Lage+

Das ehemalige Kloster Pfannstiel befand sich in der Gemarkung des Ortsteils Hirschhausen im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen, Deutschland. Es lag am Grundbach, nahe dem heutigen Weiler Pfannenstiel und der Kreisstraße 412, etwa 4,5 Kilometer östlich von Weilburg.

Vor Ort+

Heute sind von der einstigen Klosteranlage nur noch geringe Mauerreste erhalten. Seit dem 11. Juli 2009 markiert ein neu errichtetes Johanniterkreuz die historische Stätte.

In der Naehe+
  • Schloss Windhof (Weilburg) (Schloss, ca. 2243 m entfernt)
  • Ruine Laneburg (Löhnberg) (Ruine, ca. 3584 m entfernt)
  • Schloss Weilburg (Schloss, ca. 3891 m entfernt)
  • Ruine Freienfels (Ruine, ca. 3927 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.4908, 8.3154