KlosterRheinland-Pfalz

Paulinerkloster St. Jakob

Paulinerkloster St. Jakob

Gaststätte

Das Paulinerkloster St. Jakob, ein ehemaliges Sakralbauwerk, befindet sich auf dem Donnersberg in Rheinland-Pfalz. Die Anlage, die heute als Kulturdenkmal geschützt ist, zeugt von einer langen Geschichte religiöser Nutzung in dieser Region.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins Jahr 1335 zurück, als die Grafen von Sponheim eine bereits existierende Jakobuskapelle innerhalb der keltischen Ringwallanlage dem Priester Heinrich vom Heilig-Grab-Kloster Speyer übergaben. Ziel war die Gründung eines Klosters des Eremitenordens des heiligen Paulus, der Pauliner. Schon vor dieser Gründung lebte hier ein Einsiedler, Frater Conrad von Dreisen, dessen Tod bereits 1323 im Seelbuch vermerkt ist. Eine Urkunde des Mainzer Erzbischofs Heinrich III. von Virneburg aus dem Jahr 1337 belegt eine zu dieser Zeit bereits etablierte Wallfahrt zur Jakobskapelle. Im Jahr 1370 erhielten die Pauliner die Kapelle samt Haus, Hofstatt, Feld und Wald von Graf Heinrich II. von Sponheim-Bolanden und errichteten ein kleines Kloster. Zwei Ablässe von Kardinal Pietro Pileo di Prata im Jahr 1380 unterstützten den Klosterbau. Von etwa 1400 bis 1418 betreute die Gemeinschaft die Marien-Wallfahrtskapelle in Fischbach. Im Jahr 1449 wurde dem Jakobskloster die Seelsorge in der Schlosskapelle von Burg Tannenfels übertragen. Im Jahr 1544 übergab der Pauliner-Provinzial Niklaus Zorn das zu diesem Zeitpunkt ruinöse Kloster an Graf Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken, der eine Renovierung plante. Nach der Reformation wurde das Kloster um 1554 aufgelöst und von Graf Albrecht von Nassau-Weilburg in ein Jagdhaus umgewandelt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage als zerstört beschrieben und 1670 als Hofgut verpachtet und wieder aufgebaut. Im Jahr 1855 erwarb der bayerische Staat das Gelände, riss die meisten Gebäude ab und forstete das Gebiet auf.

Lage+

Das ehemalige Paulinerkloster St. Jakob liegt auf dem Donnersberg im Donnersbergkreis, einer Region in Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Vor Ort+

Von den ursprünglichen Klostergebäuden sind heute nur noch Grundmauern nahe der heutigen Gaststätte „Waldhaus“ erhalten. Das Gasthaus selbst ist der letzte Überrest der Hofgebäude und wurde 1860 in seiner heutigen Form neu errichtet. In der Gaststube sind eine gotische Sakramentsnische aus dem 14. Jahrhundert, ein romanischer Zierstein und eine Bodenfliese mit Ziermuster eingemauert.

In der Naehe+
  • Burgruine Tannenfels (ca. 995 m entfernt)
  • Burgruine Wildenstein (ca. 1324 m entfernt)
  • Burgruine Hohenfels (ca. 3495 m entfernt)
  • Burgruine Ruppertsecken (ca. 3957 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Altera levatur / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.6261, 7.9251