KlosterLenzkirch

Paulinerkloster Grünwald (Lenzkirch)

Für dieses Objekt fehlt ein Foto. Melde dich an, um eins beizusteuern.

Kirche

Das Paulinerkloster Grünwald, gelegen im Ortsteil Grünwald der Gemeinde Lenzkirch im Hochschwarzwald, war einst ein kleines, aber historisch bedeutsames Kloster. Es zeichnete sich durch seine Gründung aus einer Eremitenansiedlung aus und spielte eine Rolle in der regionalen Kirchengeschichte.

Geschichte+

Die Ursprünge des Paulinerklosters Grünwald reichen bis ins Jahr 1360 zurück, als es aus einer Eremitenansiedlung entstand. Die Gründung wurde durch Schenkungen des Klosters St. Blasien sowie der Ritter von Blumegg und von Wolfurt gefördert. Der Konvent war klein und durfte gemäß einer Vereinbarung mit St. Blasien nicht mehr als zehn Mönche beherbergen, wobei die tatsächliche Belegung oft bei zwei bis drei Mönchen lag. Um 1430 wurde die Ortschaft Kappel als Pfarrei dem Kloster zugeordnet. Im Jahr 1488 übernahmen die Fürstenberger die Herrschaft über das Kloster, da es in ihr Territorium fiel. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage um 1670 wieder aufgebaut und die Kirche 1675 mit einer Reliquie des heiligen Lucius versehen, was sie zu einem Wallfahrtsort machte. Eine Kopie der Schwarzen Madonna von Tschenstochau wurde ebenfalls verehrt. Die Kirche wurde 1733 neu errichtet. Im Jahr 1803 erfolgte die endgültige Aufhebung des Klosters. Ein Brand im Jahr 1880 zerstörte Kirche und Kloster, wobei lediglich die Kirche auf den alten Fundamenten durch die Fürsten von Fürstenberg wiederaufgebaut wurde.

Lage+

Das ehemalige Paulinerkloster Grünwald befindet sich im Breisgau Hochschwarzwald, einer Region in Baden-Württemberg, Deutschland, genauer im Ortsteil Grünwald der Gemeinde Lenzkirch.

Vor Ort+

Heute ist von der ursprünglichen Klosteranlage nur noch die Kirche erhalten, die auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut wurde. Im Eingangsbereich der Kirche befindet sich ein gotisches Sandsteinrelief aus der Zeit um 1370, das Szenen der Weihnachtsgeschichte und der Passion Christi darstellt. Das Altarbild aus dem Jahr 1711 zeigt die Kirchenpatronin Maria Magdalena.

In der Naehe+
  • Burgruine Stallegg (Burg, 3879 m)
  • Burgruine Neu-Blumberg (Burg, 4222 m)
  • Burgruine Alt-Urach (Burg, 5137 m)
  • Schloss Schluchsee (Schloss, 5612 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.8420, 8.2403