Das Schloss kann besichtigt werden
Schloss Oels

Das Schloss Oels in Oleśnica (Oels) im Powiat Oleśnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen ist das größte Renaissanceschloss in Europa und ein ehemaliger Familienbesitz der preußischen Linie des Hauses Hohenzollern in Schlesien.
Geschichte+
Eine Höhenburg in Oels ist für 1292 belegt. Durch spätere Erweiterungen und Rekonstruktionen wurde sie zu einer Renaissance-Residenz mit einer modernen Befestigung. Diese Burg war Sitz des piastischen Herzogtums Oels. Der älteste erhaltene Teil des ehemaligen gotischen Gebäudes ist der Turm aus dem späten 13. Jahrhundert. Das Schloss gehörte bis 1792 dem Haus Württemberg, zuletzt vertreten durch den General und Statthalter von Breslau, Karl Christian Erdmann Herzog von Württemberg-Oels, Träger des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler. Der Herrensitz ging über alte Matrikel von 1857, dort als Fideikommiss genannt, bis 1884 in den Besitz der Welfen an Herzog Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg sowie Oels über. Dann erst übernahmen die Hohenzollern das baufällige Schloss und renovierten es gründlich.
Nach dem Ersten Weltkrieg konnte die gestürzte Herrscherfamilie im Rahmen der Fürstenenteignung die Eigentumsansprüche behaupten, auch weil das Schloss erst 1884 erworben worden war, also nicht im Staatsbesitz stand. Die Gemahlin des ehemaligen Kronprinzen Cecilie zog dort vom Potsdamer Cecilienhof aus ein. Der Kronprinz Wilhelm von Preußen folgte am 15. November 1923 nach dem Ende des fünfjährigen Exils in den Niederlanden und nutzte das Schloss mit den Kindern als Land- und Sommerresidenz. Der pferdeverliebte Kronprinz richtete ein Trakehnergestüt ein und ging oft auf die Jagd. Von Oels gingen auch seine politische Aktivitäten aus. Zum Schloss Oels gehörte ein großer Grundbesitz. 1937 trug die Begüterung den Titel „Waldgut-Herrschaft Oels“. Die Gesamtfläche betrug 7877 ha. An der Spitze der Gutsverwaltung standen der Verwalter Major Otto von Müller, sein ehemaliger Adjutant, und die Kronprinzliche Schlossverwaltung mit einem Oberinspektor an der Spitze. Das eigentliche Verwaltungsbüro unter Hofrat Berg amtierte in Berlin. Mindestens bis 1942 galt Oels neben Schloss Cecilienhof als sein Hauptwohnsitz, hier hielt man sich etwa die Hälfte des Jahres auf, Wilhelm selbst bevorzugte aber Potsdam und Berlin. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gingen die deutschen Ostgebiete verloren. 1945 wurde der Hohenzollerische Besitz, so auch Schloss Oels, enteignet und das Schloss als Kriegsgefangenenlager für ungarische und italienische Soldaten genutzt. Später diente es als Außenstelle des sowjetischen Internationalen Roten Kreuzes. Darauf wurde es bis Anfang der 1970er Jahre als Technische Realschule genutzt. Nach einer erneuten Renovierung diente es als Außenstelle des Archäologischen Museums von Breslau. Seit 1993 nahm das Voluntary Labour Corps dort seine Tätigkeit auf.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Dawid Galus · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 pl
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Lage: 51.2089, 17.3764