Kulturelle Einrichtung
Neues Schloss Kißlegg
Das Neue Schloss Kißlegg ist ein Anfang des 18. Jahrhunderts erbautes Schloss in Kißlegg im Landkreis Ravensburg. Bis in die 1940er Jahre war das Schloss in Besitz der Grafen, später der Fürsten von Waldburg-Zeil. Heute befindet sich das Gebäude im Besitz der Gemeinde.
Bereits im 16. Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Neuen Schlosses ein 1523 erbautes Gebäude, das 1687 bis 1691 durch einen dreistöckigen Fachwerkneubau ersetzt wurde. Dieser diente unter anderem als Witwensitz der Gräfin Maria Monika von Waldburg-Trauchburg, geb. Gräfin von Königsegg. Im Jahr 1721 wurde von Johann Georg Fischer aus Füssen im Auftrag von Johann Ernst II. von Waldburg Trauchburg ein Neubau begonnen, nachdem das alte Schloss 1704 abgebrannt war. Beim Bau des Putzbaus mit zwei Seitenrisaliten wurden zum Teil Reste der Burg Alt-Trauchburg verwendet. 1727 konnte das Schloss fertig gestellt werden. Bis ins Jahr 1941 war das Schloss Sitz des Hauses Waldburg-Zeil. Von 1945 bis 1958 diente es als Kreiskrankenhaus, 1960 wurde es von der Stadt Kißlegg erworben und zum Schulgebäude umgebaut. Von 1960 bis 1978 befand sich im Schloss eine Realschule, ab 1978 zog eine Schule für Lernbehinderte dort ein. Nach dem Auszug der Schule 1984 wurde das Schloss bis 1992 vom Blasmusikverband Baden-Württemberg als Schulungsstätte und Museum genutzt. Seit 1993 wurde das Schloss mehrfach genutzt: Zum einen befand sich bis 2004 ein Kunstmuseum darin, 2005 öffnete das Museum Rudolf Wachter seine Pforten für die Besucher. Zum anderen wird das Schloss als Sitz der Bürgerstube, welches darin ein Heimatmuseum betreibt, sowie als Sitz des Bürger- und Gästebüros der Stadt Kißlegg genutzt.
Das Schloss ist ein dreistöckiges Gebäude mit zwei nach Norden gerichteten Seitenrisaliten. Das Hauptgebäude ist mit einem Satteldach, die beiden Risaliten je mit einem Walmdach ausgestattet. Zudem befindet sich auf den Risaliten nach Norden hin je ein Zwerchhaus mit Schweifgiebel. Die Ecken des Schlosses sowie die Trennung der Stockwerke werden durch Putzquader gegliedert. Über dem pilastergegliederten Portal des Hauptbaus befinden sich in einer Mauernische zwei Figuren. Das Treppenhaus im Inneren des Gebäudes ist mit einer dreigliedrigen Treppe und acht Sibyllenfiguren von Joseph Anton Feuchtmayer ausgestattet. Des Weiteren befinden sich im Inneren einige gut erhaltene Räume aus der Bauzeit, die größtenteils Stuck von Johannes Schütz und Francesco Solari sowie teilweise Fresken von Johann Gabriel Roth enthalten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ki%C3%9Flegg_-_Neues_Schloss_1721-27_erbaut.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.7887, 9.8820