Schloss/BurgBaden-Baden

Neues Schloss Baden-Baden

Neues Schloss Baden-Baden

Hotel

Das Neue Schloss auf dem Florentinerberg in Baden-Baden war vom späten 15. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts Sitz der Markgrafen von Baden bzw. ab 1535 der Markgrafen von Baden-Baden. Es ist als Burganlage aus dem Spätmittelalter mehrfach umgebaut und erweitert worden. Im Jahr 2003 verkaufte die Familie Baden das Schloss an kuwaitische Investoren, die dort ein Luxushotel errichten wollten. Nach jahrelanger Baupause hob die Stadt den Bebauungsplan für das Hotelprojekt im Jahr 2022 auf.

Architektur+

Bedeutende Gebäudeteile sind das dreigeschossige Hauptschloss, der Remisenbau, der Küchenbau und der Archivturm (alle Renaissance-Bauten aus dem 16. Jahrhundert) sowie das Kavaliershaus im Schlosshof (1709), der durch ein in westlicher Richtung gelegenes Torhaus aus dem 15. Jahrhundert betreten wird. Ein Schlossgarten mit seltenen Pflanzen und Bäumen grenzt das Neue Schloss nach Osten hin ab. Von dessen 130 Meter langer Aussichtsterrasse (1670 angelegt) gelangt man auf Terrassengärten mit einer Vielzahl exotischer Pflanzen. Die Parkanlage umfasst rund 5,5 Hektar.

Geschichte+

Zwischen 1388 und 1399 lässt sich die Entstehung einer Schlossanlage auf älteren Mauern oberhalb des Marktplatzes der Stadt Baden eingrenzen. Diese hatte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts das Stadtrecht verliehen bekommen. Um 1479 baute Markgraf Christoph I. die Anlage zur Residenz um, womit sie die Nachfolge von Schloss Hohenbaden antrat. Seit 1529 beherbergte das Neue Schloss das Archiv der Markgrafen von Baden. Nachdem das Schloss von den Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg ausgebrannt worden war, erbaute der Markgraf Ludwig Wilhelm mit dem Schloss Rastatt (1697–1702) eine neue Residenz und verlegte seinen Wohnsitz 1702 und den Regierungssitz 1705 nach Rastatt. Unter Einbeziehung der noch vorhandenen Außenmauern wurde das Neue Schloss in Baden-Baden im frühen 18. Jahrhundert wieder aufgebaut. Im 19. Jahrhundert diente es den Großherzögen als Sommerresidenz. Großherzog Leopold ließ 1843–47 das Schloss von Friedrich Theodor Fischer restaurieren. Die Repräsentationsräume wurden historistisch im Stil der Renaissance ausgestaltet. Um 1900 zeigte der Schlosskastellan zahlenden Besuchern die Festsäle und die großherzoglichen Wohnräume, den sogenannten Dagobertturm, einen im Zweiten Weltkrieg zerstörten Pavillon mit Wendeltreppe aus der Zeit nach 1575, und die Kellergewölbe „mit steinernen und eisernen Türen, wahrscheinlich ehemalige Kerker“. Der Schlossgarten war ständig unentgeltlich geöffnet. Bei der Trennung von Haus- und Staatsvermögen nach der Novemberrevolution wurde 1919 das Neue Schloss dem Haus Baden als Privateigentum zugesprochen. Es nahm die dem ehemaligen regierenden Haus überlassenen Kunstschätze aus den anderen Schlössern auf, darunter die Bestände des älteren Zähringermuseums aus dem verstaatlichten Schloss Karlsruhe.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rainer Lück http://1RL.de · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 48.7644, 8.2417