Katholische Hauptkirche, Pfarrkirche
Münster Unserer Lieben Frau

Das Münster Unserer Lieben Frau, eine bedeutende Kathedrale im Herzen von Villingen, ist ein herausragendes Kulturdenkmal in Baden-Württemberg. Die Kirche, die ursprünglich dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht war, prägt mit ihrer imposanten Erscheinung das Stadtbild und beherbergt das bekannte Nägelinskreuz.
Geschichte+
Die Ursprünge des Münsters reichen bis ins Jahr 1130 zurück, als der Bau im romanischen Stil begann. Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1271, der Teile des Bauwerks zerstörte, wurde die Kathedrale im gotischen Stil wiederaufgebaut und 1284 fertiggestellt. Im 15. und 16. Jahrhundert erhielt das Münster seine beiden markanten, jeweils 50 Meter hohen Türme. Das 18. Jahrhundert brachte barocke Erweiterungen mit sich, darunter eine Stuckdecke und einen Hochaltar von Johann Martin Hermann aus dem Jahr 1738. Auch die Apostelfiguren an den Seitenwänden, geschaffen von Anton Joseph Schupp zwischen 1715 und 1719, stammen aus dieser Zeit. Das 19. Jahrhundert war von puritanischen Bestrebungen geprägt, die zum Verlust zahlreicher Ausstattungsstücke führten, darunter Statuen, Glasfenster und Epitaphien. Der barocke Hochaltar wurde 1857 entfernt, während die gotische Kanzel erhalten blieb. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Münster lediglich Schäden an den nördlichen Fenstern. Zwischen 1978 und 1982 erfolgte eine umfassende Renovierung, bei der unter anderem ein neuer Bodenbelag, neue Bänke sowie moderne Fenster und liturgische Ausstattungsstücke von Elmar Hillebrand und Klaus Ringwald hinzugefügt wurden. Letzterer gestaltete auch die bronzenen Portale.
Lage+
Das Münster Unserer Lieben Frau befindet sich im Stadtzentrum von Villingen, einem Stadtbezirk von Villingen-Schwenningen, in der Region Schwarzwald-Baar in Baden-Württemberg, Deutschland.
Vor Ort+
Heute dient das Münster als katholische Hauptkirche Villingens und wird im Zuge der Kirchenentwicklung 2030 zur Pfarrkirche der Pfarrei Unsere Liebe Frau Villingen. Es verfügt über eine 1983 erbaute Orgel der Firma Sandtner und ein neunstimmiges Geläut, ergänzt durch eine historische Glocke aus dem 14. Jahrhundert. Ein Glockenspiel mit 51 Glocken, darunter eine historische Glocke von Grüninger aus dem Jahr 1909, zählt zu den größten im süddeutschen Raum. Zum Münsterschatz gehören kunsthistorisch bedeutsame Objekte wie das Villinger Scheibenkreuz aus dem Jahr 1268 und eine architektonisch einzigartige Monstranz, die zwischen 1755 und 1760 von Zacharias und Gottlieb Otto gefertigt wurde.
In der Naehe+
- Ruine Warenburg (Ruine, 1702 m)
- Ruine Runstal (Ruine, 2944 m)
- Ruine Kirneck (Ruine, 5081 m)
- Ruine Zindelstein (Ruine, 9976 m)
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: HostaMadosta / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.0603, 8.4583