Kathedrale/DomHameln

Münster St. Bonifatius

Münster St. Bonifatius

evangelisch-lutherische Gemeindekirche

Das Münster St. Bonifatius in Hameln ist eine ehemalige Kloster- und Stiftskirche, die heute als evangelisch-lutherische Gemeindekirche dient. Am südwestlichen Rand der historischen Altstadt von Hameln in Niedersachsen gelegen, nahe der Weser, ist dieser denkmalgeschützte Bau ein prägendes Element des Stadtwappens und zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte.

Geschichte+

Die Ursprünge des Münsters reichen bis in die Zeit nach 800 zurück, als das sächsische Grafenpaar Bernhard und Christina von Engern und Ohsen hier eine Eigenkirche errichten ließ. Nach ihrem Tod im Jahr 826 fiel der Besitz an die Benediktinerabtei Fulda, die ein Nebenkloster gründete und es mit Reliquien des Heiligen Bonifatius ausstattete. Im Jahr 851 kamen die Gebeine des Heiligen Romanus von Caesarea hinzu, wodurch die Kirche zunächst beiden Heiligen geweiht war, bevor sich im 13. Jahrhundert der Name St. Bonifatius durchsetzte. Wohl im 11. Jahrhundert wurde das Kloster in ein Kollegiatstift umgewandelt, in dessen Umfeld sich die Marktsiedlung Hameln entwickelte. Die romanische Kreuzbasilika entstand. Nach einem Brand und Wiederaufbau im Jahr 1259 verkaufte Fulda seinen Besitz an das Hochstift Minden. Im folgenden Jahrhundert wurde die Kirche umfassend umgebaut und erhielt ihr heutiges gotisches Erscheinungsbild. Die Reformation erreichte das Stift 1578, woraufhin ein Großteil der mittelalterlichen Ausstattung entfernt wurde. Das Stift existierte als evangelische Körperschaft bis 1848. Im Jahr 1760 musste der Kreuzgang einer Festungsanlage weichen, und die Kirche verfiel, wurde sogar als Stall und Speicher genutzt. Durch den Einsatz von Franz G. F. Schläger erfolgte eine Wiederherstellung, und das Münster wurde 1875 erneut geweiht. Eine weitere Sanierung im späten 20. Jahrhundert ersetzte die neuromanische Ausstattung durch zeitgenössische Elemente.

Lage+

Das Münster St. Bonifatius befindet sich in der Stadt Hameln, die zum Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen, Deutschland, gehört. Es liegt am südwestlichen Rand der historischen Altstadt, unweit des Flusses Weser.

Vor Ort+

Die Kirche dient heute als evangelisch-lutherische Gottesdienststätte. Der Bau zeigt eine Mischung aus romanischen Elementen wie dem Querhaus und dem oktogonalen Vierungsturm sowie dem querrechteckigen Westturm, gotischen Merkmalen des Langhauses, des Chors und der Elisabeth-Kapelle, barocken Ergänzungen an der Laterne des Vierungsturms und neuromanischen Formen aus der Erneuerung um 1870–75. Die Innenausstattung stammt größtenteils aus dem späten 20. Jahrhundert. Eine Orgel der Firma Marcussen & Søn aus dem Jahr 1980 mit 28 Registern ist vorhanden. Im Westturm befinden sich drei Stahlglocken von 1921; zwei Bronzeglocken dienen als Uhrschlagglocken, und die älteste Glocke, die Warmbiers-Glocke, ist am Kryptaeingang zu finden. Die Glocken läuten täglich zwischen 21:50 und 22 Uhr.

In der Naehe+
  • Adelshof Redenhof (Herren- und Gutshaus, 350 m entfernt)
  • Rittergut Helpensen (Herren- und Gutshaus, 3783 m entfernt)
  • Schloss Ohr (Schloss, 4324 m entfernt)
  • Schloss Hastenbeck (Schloss, 4991 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Sergey Kuznetsov / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.1016, 9.3546