KlosterRemscheid

Minoritenkloster Lennep

Minoritenkloster Lennep

Das Minoritenkloster Lennep, im heutigen Remscheid-Lennep in Nordrhein-Westfalen gelegen, war eine bedeutende Einrichtung der Franziskaner-Minoriten. Die zugehörige Kirche gilt als der älteste vollständig erhaltene Sakralbau Remscheids und wird heute als Kulturzentrum genutzt.

Geschichte+

Bereits um 1400, spätestens jedoch ab 1444, existierte in Lennep ein Franziskanerkloster, das ab 1454 eine dreiklassige Lateinschule betrieb. Dieses Kloster wurde bei einem Stadtbrand im Jahr 1563 zerstört. Im Zuge des Wiederaufbaus setzte sich in der Stadt die Reformation durch. Im Jahr 1641 erhielten Minoriten aus Köln die Erlaubnis des Herzogs von Berg, sich in Lennep niederzulassen, um eine Herberge für ihre Mitbrüder auf Reisen einzurichten. Am 8. März 1642 erwarben drei Brüder ein Haus und erhielten 1643 das Pfarrrecht. Ab 1664 sicherten Einkünfte aus der Katharinenstiftung ihre Existenz. Der Bau eines dreiflügeligen Klosters begann am 6. Juli 1677 und wurde 1681 vollendet. Die spätgotische, einschiffige Kirche, die den vierten Flügel des Kreuzgangs bildete, wurde am 24. August 1700 dem Heiligen Bonaventura geweiht. Sie diente auch als Pfarrkirche für die umliegenden Gemeinden. Die Minoriten konnten 1732 einen Streit mit den Kreuzherren von Beyenburg um die Gemeindezugehörigkeit für sich entscheiden. Sie erhielten das Privileg, Schulunterricht zu erteilen, und errichteten um 1732 ein eigenes Schulgebäude. Die etwa zwölf Brüder betrachteten die lutherisch und reformiert geprägte Umgebung als Missionsgebiet, was jedoch nach Protesten der evangelischen Gemeinde eingestellt wurde. Ein Stadtbrand im Jahr 1746 verschonte das randständig gelegene Kloster. Im Jahr 1803 wurde das Kloster säkularisiert und zum 1. Juli 1804 offiziell aufgelöst.

Lage+

Das Minoritenkloster Lennep befindet sich in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, im heutigen Stadtteil Lennep von Remscheid.

Vor Ort+

Das ehemalige Kirchengebäude des Klosters ist der älteste vollständig erhaltene Sakralbau Remscheids und dient heute als Kulturzentrum.

In der Naehe+
  • Kreuzherrenstift Steinhaus, Beyenburg (Wuppertal) (Kloster, 7071 m)
  • Schloss Hückeswagen (Schloss, 7380 m)
  • Jesuitenniederlassung Elberfeld (Kloster, 9495 m)
  • Schloss Burg (Schloss, 9618 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Fotograf: Hans Kadereit --ka / GFDL 1.3 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.1925, 7.2590