Baudenkmal
Minoritenkloster Brilon

Das ehemalige Minoritenkloster Brilon, ein geschütztes Baudenkmal im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen, war eine bedeutende geistliche und bildungspolitische Einrichtung der Region. Es diente über viele Jahrzehnte als Zentrum für Unterricht und Seelsorge.
Geschichte+
Die Gründung des Minoritenklosters Brilon erfolgte im Jahr 1653, nachdem die Franziskaner-Konventualen der Kölner Ordensprovinz dem Briloner Magistrat ihre Dienste angeboten hatten. Zunächst konzentrierten sie sich auf den Gymnasialunterricht und erhielten die Nikolaikapelle sowie die Erlaubnis zum Erwerb eines angrenzenden Hauses. Der Kölner Erzbischof Max Heinrich von Bayern genehmigte die Niederlassung im September 1653. Ab 1655 etablierte sich das Gymnasium „Ambrosio-Antonium“, das zeitweise bis zu 80 Schüler zählte. Die Stadt Brilon errichtete zwischen 1708 und 1712 ein eigenes Schulgebäude. Neben dem Schuldienst übernahmen die Minoriten ab 1756 die Pfarrverwaltung in Obermarsberg und ab 1786 in Brilon. Die Grundsteinlegung für das Klostergebäude erfolgte 1663, die Fertigstellung zog sich jedoch bis 1703 hin. Eine neue Klosterkirche wurde von 1772 bis 1782 erbaut, finanziert unter anderem durch den Briloner Bürgermeister Johann Melchior Wichartz. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster im Jahr 1803 aufgehoben.
Lage+
Das ehemalige Minoritenkloster befindet sich in Brilon, einer Stadt im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Vor Ort+
Das ehemalige Minoritenkloster Brilon ist heute als Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen geschützt. Ein Teil der ehemaligen Klosterbibliothek ist in der Bibliothek des Gymnasiums Petrinum Brilon erhalten geblieben.
In der Naehe+
- Schloss Scharfenberg (Schloss, ca. 4272 m entfernt)
- Herrenhaus Tinne (Alme) (Herren- und Gutshaus, ca. 6639 m entfernt)
- Schloss Antfeld (Schloss, ca. 7514 m entfernt)
- Schloss Alme (Schloss, ca. 8040 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Martin Herbst / CC BY 2.5 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.3972, 8.5692