Privatbesitz
Mindelburg
Die Burg wurde um 1160 auf den Resten eines römischen Befestigungswerkes und einer älteren Burg aus dem 10. Jahrhundert vermutlich durch Herzog Heinrich der Löwe erbaut. Nach 1180 ging der Besitz auf die Herren von Mindelberg über. Am 22.06.1363 erfolgte der Verkauf durch die letzten Herren von Mindelheim an die Augsburger Domherren Walter und Heinrich von Hochschlitz. Im April 1365 wurde der Besitz an den Augsburger Bischof Markwart von Randeck, verwaltet durch Herzog Friedrich von Teck, welcher die Herausgabe verweigerte als der Bischof Patriarch von Aquileja geworden war und verteidigt die Herrschaft gegen Bischof und Domkapitel von Augsburg verkauft. Um 1370 erfolgte der Ausbau zum Herrschaftssitz. 1433 gelangte der Besitz durch Erbschaft an Bero I. von Rechberg. 1467 verkaufte Bero II. von Rechberg den Besitz an seinen Schwager Ulrich von Frundsberg und dessen Bruder Hans, dessen Nachfahren den Besitz bis 1586 innehatten. Von 1586 - 1616 folgten Erbstreitigkeiten zwischen dem Vetter des letzten Frundsberg, Wolf Veit von Maxlrain, und dem Gatten einer Nichte, Christoph Fugger. Am 18.07.1614 erwarb Herzog Maximilian I. von Bayern die maxlrainschen Ansprüche und besetzte 1616 Stadt und Burg gewaltsam, so das die Fugger gegen eine geringe Entschädigung aufgaben. 1632 wurden Burg und Stadt durch Schweden besetzt und 1646 durch diese geplündert und niedergebrannt. Um 1670 erfolgte der Wiederaufbau der Burg. Sie diente nun als herrschaftlicher Kornspeicher. 1706 - 1714 wurde die Burg an John Churchill, Herzog von Marlborough von Kaiser Josef I. als Fürst von Mindelheim verliehen. Anfang des 18. Jahrhundert erwarb die Familie Zündt die landwirtschaftlichen Gebäude der Vorburg, welche bis 1832 in deren Besitz verblieb. 1878 wurde das baufällige Hauptgebäudes an den Münchener Architekten Ludwig Schramm verkauft, welcher es zum Wohnschloß umbaute. Nach 1903 folgten mehrere Besitzerwechsel. Am 05.11.1927 kaufte die Stadt Mindelheim die Burg und nutzte sie als städtisches Museum. Ab 1935 diente die Burg als Bauernschule des Reichsnährstandes. Ab 1943 war in der Burg die Gebietsführerschule der Hitlerjugend untergebracht. Ab 1945 beherbergte die Burg ein Versehrtenkrankenhaus. Seit 1950 ist die Burg an Verlag W. Sachon vermietet.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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