Mauerreste, Kulturdenkmal
Mariaroth
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Das ehemalige Prämonstratenserinnenstift Mariaroth, dessen Geschichte sich von etwa 1130 bis 1802 erstreckt, war einst ein bedeutendes religiöses Zentrum in der Region Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Heute als Kulturdenkmal geschützt, zeugen nur noch wenige Überreste von seiner einstigen Präsenz, doch die Geschichte des Stifts ist reich an Ereignissen und Veränderungen.
Geschichte+
Die Gründung des Stifts Rode, wie es ursprünglich genannt wurde, wird einem Herrn von Schöneck zugeschrieben. Bischof Albero von Lüttich entsandte zunächst einen Pater aus Floreffe zur seelsorgerischen Betreuung. Dieser Pater gründete später das Prämonstratenserstift Rommersdorf, dem Mariaroth unterstellt wurde. Trotz einer Memorienstiftung durch Erzbischof Balduin für die Luxemburger im Jahr 1346, die 54 weitere Klöster und Stifte umfasste, blieb der Konvent in Mariaroth klein. Vogtrechte wurden im Jahr 1231 von Ritter Arnold von Dieblich beansprucht. Im Jahr 1574 zogen eine Meisterin und Chorfrauen aus einem anderen, unbekannten Stift nach Mariaroth, da zu diesem Zeitpunkt nur noch eine einzige Insassin verblieb. Die Stiftsgebäude wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört, jedoch im Jahr 1663 ein neues Hofhaus errichtet. Im 18. Jahrhundert erwog der Trierer Erzbischof kurzzeitig eine Vereinigung von Mariaroth mit dem Kloster Engelport. Als die Franzosen im Jahr 1794 einmarschierten, floh der Konvent nach Boppard, und die Stiftsgebäude fielen den Flammen zum Opfer. Das Stift wurde schließlich im Jahr 1802 aufgehoben.
Lage+
Das einstige Stift Mariaroth befand sich im Kondertal, nahe Waldesch, auf dem Gebiet der Gemarkung Dieblich an der Mosel. Ein heutiger Ortsteil von Dieblich trägt den Namen des zerstörten Stifts und erinnert an dessen frühere Existenz.
Vor Ort+
Von den ehemaligen Stiftsgebäuden sind heute lediglich einige Mauerreste erhalten geblieben. Die drei Altäre aus den Jahren 1768 und 1774 sowie Barockfiguren des heiligen Norbert und des heiligen Augustinus, die einst zum Inventar Mariaroths gehörten, befinden sich heute in der Kirche von Niederfell.
In der Naehe+
- Schloss Liebieg (Schloss, 4031 m)
- Schloss Gondorf (Burg, 4149 m)
- Burg Lehmen (Burg, 4592 m)
- Heesenburg (Burg, 4593 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.2861, 7.5163