KlosterSendelbach

Mariabuchen

Mariabuchen

Wallfahrtskirche, Kloster (aktiv), Gaststätte

Das Kloster Mariabuchen, ein bedeutendes Wallfahrtsziel im Spessart, befindet sich im bayerischen Main-Spessart. Dieser historische Sakralbau ist bekannt für seine lange Tradition als Pilgerstätte und die damit verbundene Geschichte, die tief in lokalen Legenden verwurzelt ist und bis ins Mittelalter zurückreicht.

Geschichte+

Die Ursprünge von Mariabuchen liegen in einer mittelalterlichen Legende, nach der ein Hirte eine Marienfigur in einem Buchenast platzierte. Diese Figur wuchs mit der Zeit in den Baum ein und wurde zum Ausgangspunkt der Wallfahrt. Ein Stein aus dem Jahr 1406 mit der Inschrift „Inventio Sanctae Mariae“ (Auffindung der Heiligen Maria) in der Nordwand der heutigen Kirche gilt als ältester Hinweis auf die Marienstatue. Eine erste Kapelle wurde 1434 errichtet, die Ende des 18. Jahrhunderts zu klein und baufällig wurde. Ein Neubau der Wallfahrtskirche begann 1692 und wurde 1701 geweiht, die Fertigstellung erfolgte um 1725. Im Jahr 1726 rief der Würzburger Fürstbischof Christoph Franz von Hutten Kapuziner zur Betreuung der Wallfahrer nach Mariabuchen, woraufhin ein Kloster entstand. Dieses wurde 1803 säkularisiert, aber 1849 von Kapuzinern wiederbesiedelt. Aufgrund von Baumängeln wurde das Kloster 1971–72 abgerissen und neu gebaut. Im Jahr 2002 wurde der Kapuzinerkonvent aufgelöst, und seither übernehmen polnische Minoriten die Betreuung der Pilger.

Lage+

Mariabuchen liegt im östlichen Teil der Stadt Lohr am Main, im Landkreis Main-Spessart in Bayern, Deutschland. Es ist ein Gemeindeteil von Lohr am Main und befindet sich an einem ehemaligen Waldweg, der einst Lohr am Main und Karlstadt verband.

Vor Ort+

Die Wallfahrtskirche Mariabuchen ist ein Baudenkmal in Bayern. Ihre barocke Innenausstattung umfasst eine Kanzel, einen Hochaltar mit einer Darstellung der Grablegung Christi sowie zwei Seitenaltäre. Am linken Seitenaltar befindet sich das gotische Gnadenbild, eine Pietà. Votivtafeln aus dem 17. bis 19. Jahrhundert zeugen von Gebetserhörungen und Heilungen. Der Kircheninnenraum wurde 1994 renoviert und mit einer neuen Orgel ausgestattet. Die Pilgerbetreuung wird heute von polnischen Minoriten wahrgenommen. Eine Gaststätte, die 2012 eingeweiht wurde, dient der Versorgung der Besucher.

In der Naehe+
  • Schloss Steinbach (Schloss, 2465 m)
  • Rienecker Schlösschen (Schloss, 3570 m)
  • Schloss Lohr (Schloss, 3628 m)
  • Burgruine Schönrain (Burg, 5275 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Ammerseer / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.9886, 9.6224