Internationales Edith Stein Institut
Magdalenerinnen-, später Karmelitenkloster

In Würzburg, einer bedeutenden Stadt in Bayern, befindet sich ein historisches Kloster, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Dieses Bauwerk, das im Laufe seiner Geschichte verschiedene Ordensgemeinschaften beherbergte, ist heute ein geschütztes Baudenkmal und zeugt von einer wechselvollen Vergangenheit.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1227 durch die Magdalenerinnen, die auch als Reuerinnen bekannt waren. Diese Gemeinschaft prägte den Ort über mehrere Jahrhunderte, bis sie im Zuge der Reformation im Jahr 1564 ihr Kloster in Würzburg aufgeben musste. Die leerstehenden Gebäude wurden 1627 den Unbeschuhten Karmeliten übergeben, die hier eine neue Heimat fanden. Im Jahr 1669 wurde die barocke Klosterkirche St. Joseph und St. Maria Magdalena geweiht, deren Gestaltung dem oberitalienischen Architekten Antonio Petrini zugeschrieben wird. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts diente das Kloster als Studienkonvent. Eine Besonderheit in der Zeit der Säkularisation war, dass dieses Karmelitenkloster im Gegensatz zu vielen anderen nicht aufgehoben wurde. Dies ermöglichte es dem Kloster, später zum Ausgangspunkt für die Wiedererrichtung der bayerischen Ordensprovinz zu werden. Prior Cajetan Beckert spielte dabei eine zentrale Rolle. König Ludwig I. bestätigte 1826 offiziell den Fortbestand des Klosters. Im Jahr 1908 erfolgten Umbauten. Bei den Bombenangriffen im März 1945 wurde das Kloster samt Kirche zerstört, jedoch bis 1950 wiederaufgebaut. Die Kirche erhielt 1958 eine provisorische Ausstattung, die ab 1976 umfassend erneuert wurde.
Lage+
Das Kloster befindet sich in der Stadt Würzburg, die im Bundesland Bayern in Deutschland liegt.
Vor Ort+
Heute beherbergt das Kloster das Internationale Edith Stein Institut, das sich der Erforschung des Werkes der Ordensheiligen Edith Stein widmet. Es ist als Baudenkmal in Bayern geschützt.
In der Naehe+
- Hof zu Ellringen (Residenz, 101 m)
- Hof zum Rebstock (Residenz, 235 m)
- Franziskanerkloster (Sakralbau, 305 m)
- Huttenschlösschen (Schloss, 360 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Unknown authorUnknown author / Public domain via Wikimedia Commons
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Lage: 49.7883, 9.9305