Amtsgericht
Luxemburgisches Schloss (Königstein)

Die Namensgebung rührt daher, dass Herzog Adolph von Nassau, der auch Großherzog von Luxemburg war, den Umbau in ein Schloss veranlasste.
Nachdem 1581 die Grafschaft Königstein von Kurmainz annektiert worden war, wurde 1581 für den kurmainzerischen Oberamtmann Gernand von Schwallbach ein Amthaus an der Stelle des heutigen Schlosses errichtet. Dieses Gebäude wurde in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Zwischen 1686 und 1694 wurde deshalb ein Neubau errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde auch dieses Gebäude durch Kriegseinflüsse in Mitleidenschaft gezogen. 1810 wurde daher der Renthof Sitz des Amtmanns. Das bisherige Amtsgebäude wurde Sitz der Nassauischen Landesoberschultheißerei sowie der niederen Gerichtsbarkeit. 1820 wurde das Anwesen an der wohlhabenden Frankfurter Lederhändler Georg Christian Dörr verkauft, der es zu seinem Sommersitz umbaute. 1858 verkauften Dörrs Erben das Gebäude an Herzog Adolph. Dieser baute das Schlösschen zum Sommersitz für seine Ehefrau Adelheid Marie aus. Das Hauptgebäude wurde wesentlich vergrößert und Architekt Gédéon Bordiau versah 1873 bis 1876 das ehemalig barocke Amthaus mit der heutigen Fassade. Seit 1890 wurde das Gebäude als Luxemburgisches Schloss bezeichnet.
1952 wurde die Nutzung des Schlosses durch die Luxemburger Herrscherfamilie endgültig beendet und das wertvolle Mobiliar nach Luxemburg gebracht. 1959 erwarb ein Frankfurter Geschäftsmann das Gebäude und vermietete es als Bürogebäude ohne jedoch die notwendigen Instandhaltungsinvestitionen vorzunehmen. 1970 erwarb die Stadt Königstein das Schloss. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Land Hessen wurde das Schloss 1979 für ca. 4,5 Millionen DM (in heutiger Kaufkraft 4,76 Millionen Euro) saniert und seit 1981 an das Hessische Justizministerium zur Nutzung als Amtsgericht verpachtet.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.1815, 8.4633