Schloss/BurgLimeuil

Château de Limeuil

Château de Limeuil

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Das Château de Limeuil ist die ehemalige mittelalterliche Festung des Dorfes Limeuil im Département Dordogne (Region Nouvelle-Aquitaine) im Südwesten Frankreichs (Périgord Noir). Das Dorf, eines der „Plus Beaux Villages de France“, liegt auf einem strategischen Felssporn am Zusammenfluss von Dordogne und Vézère.

Der Ort ist seit prähistorischer und gallischer Zeit besiedelt (verbunden mit dem Stamm der Lemovices) und diente später als römisches Oppidum. Das mittelalterliche Schloss wird erstmals 1179 schriftlich als Castrum Limolium erwähnt. Als wichtige Festung war es besonders während des Hundertjährigen Krieges umkämpft: 1229 von Ludwig VIII. belagert, nach dem Vertrag von Paris 1259 den Engländern zugesprochen und wechselnd im Besitz der Familien Galard, Beaufort und La Tour (Vizegrafen von Turenne). Nach einer Belagerung 1438–1439 kehrte es endgültig unter französische Kontrolle zurück. Auch in den Religionskriegen spielte die Festung eine Rolle.

Eine der bekanntesten Bewohnerinnen war Isabeau de Limeuil (Isabeau de la Tour de Turenne, ca. 1535–1609), verwandt mit Katharina von Medici, Geliebte von Louis I. de Bourbon (Prinz von Condé) und eine gefeierte Gestalt des Renaissance-Hofes, die von Dichtern wie Ronsard und Brantôme gerühmt wurde.

Von der mittelalterlichen steinernen Festung ist nur wenig erhalten. Sie wurde größtenteils abgetragen (möglicherweise von den Einwohnern selbst nach 1453) als Zeichen der Ablehnung endloser Kriege. Erhalten sind die Basis eines gotischen Donjons, ein Brunnen, unterirdische Gänge, Gewölbe und Mauerreste. Drei befestigte Tore der Dorfumwallung (Porte du Récluzou, Porte du Maquisart / Marquisat und das untere Port-Tor) sind noch sichtbar.

1902 erwarb Dr. Fernand Linarès (1850 in Limeuil geboren), Leibarzt des Sultans von Marokko Mulay Hassan I., das Gelände. Er legte englische Gärten an und errichtete aus verbliebenen Steinen ein zinnenbewehrtes Gebäude in etwas maurischem Stil. Nach seinem Tod verfielen die Gärten. Die Gemeinde kaufte das Anwesen 1997–1998 und übergab es 2007 der Vereinigung „Au Fil du Temps“. Heute nehmen die Jardins Panoramiques de Limeuil den ehemaligen Schlossplatz ein und bieten botanische Wege, historische Informationstafeln sowie hervorragende Ausblicke auf den Flusszusammenfluss und das Dorf. Das Gebäude dient Ausstellungen und kommunalen Veranstaltungen.

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Lage: 44.8834, 0.8888