KlosterSaarbrücken

Kommende St. Elisabeth

Kommende St. Elisabeth

Kindergarten, Verwaltungsgebäude eines Jugendhilfezentrums

Die Kommende St. Elisabeth in Saarbrücken, ein ehemaliges Kloster des Deutschen Ordens, stellt ein bedeutendes Baudenkmal im Regionalverband Saarbrücken dar. Sie liegt auf einer Höhe von etwa 215 Metern über dem Meeresspiegel und ist bekannt für ihre historische Bedeutung als Niederlassung des Deutschherrenordens.

Geschichte+

Die Gründung der Kommende St. Elisabeth erfolgte wahrscheinlich im Jahr 1227, initiiert von Graf Simon III. von Saarbrücken, der am Fünften Kreuzzug teilgenommen hatte. Im Jahr 1236 bestätigte der Metzer Bischof Johann von Apremont die Stiftung. Die Töchter des Gründers, Gräfin Lorette und ihre Schwester Mathilde, trugen maßgeblich zur Ausstattung der Kommende mit weiteren Gütern bei. Ab dem 15. Jahrhundert erlebte die Kommende eine Phase des Niedergangs, die 1532 mit der Absetzung des Landkomturs Dietrich von Nassau ihren Höhepunkt erreichte. Sein Nachfolger, Geiselbart Schenk von Schmidtburg, leitete einen Neuanfang ein, der sich unter anderem im Bau eines neuen Wohntraktes manifestierte, welcher 1561 fertiggestellt wurde. Trotz der Einführung der Reformation in der Grafschaft Saarbrücken im Jahr 1575 blieben die Besitzungen des Deutschen Ordens als reichsunmittelbare Institution unangetastet. Im Zuge der Französischen Revolution wurde die Kommende 1793 aufgelöst und ihr Besitz versteigert. Seit 1896 ist das gesamte Ensemble im Besitz der Stadt Saarbrücken.

Lage+

Das historische Kloster befindet sich im Regionalverband Saarbrücken im Saarland, Deutschland, auf einer Höhe von rund 215 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Heute ist die Kommende St. Elisabeth ein geschütztes Baudenkmal. Das Ensemble umfasst die Deutschherrenkapelle aus dem 13. Jahrhundert, die Zehntscheune von 1738 und das Deutschhaus, das ursprünglich als Wohnhaus des Komturs diente und zwischen 1557 und 1561 errichtet wurde. Die Zehntscheune wird seit 2009 als Kindergarten genutzt. Das Deutschhaus, das zwischen 1953 und 1959 stark verändert wiederaufgebaut wurde, dient heute als Verwaltungsgebäude eines Jugendhilfezentrums.

In der Naehe+
  • Palais Lüder (Residenz, 1058 m)
  • Palais Doeben (Residenz, 1067 m)
  • Palais Freital (Residenz, 1118 m)
  • Erbprinzenpalais (Residenz, 1367 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Anna16 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.2311, 6.9719