KlosterTrier

Kollegiatstift St. Simeon

Kollegiatstift St. Simeon

Stadtmuseum

Das Kollegiatstift St. Simeon in Trier, Rheinland-Pfalz, ist ein historischer Sakralbau, der sich durch seine einzigartige Verbindung mit der römischen Porta Nigra auszeichnet. Ursprünglich als Kloster gegründet, zeugt es von einer reichen Geschichte und ist heute ein Kulturdenkmal in Deutschland.

Geschichte+

Die Gründung des Stifts St. Simeon erfolgte nach 1035, benannt nach dem griechischen Mönch Simeon von Trier. Dieser hatte sich nach 1028 in der Porta Nigra als Einsiedler niedergelassen und wurde nach seinem Tod im Jahr 1035 heiliggesprochen. Zu seinen Ehren wurde das Stift errichtet und das römische Stadttor zu einer Doppelkirche umgestaltet. Obwohl keine Gründungsurkunde erhalten ist, wird die Entstehung des Stifts kurz nach Simeons Heiligsprechung angenommen. Ein dendrochronologischer Befund datiert den Nordflügel des Stiftsberings auf das Jahr 1040, und eine Urkunde von 1048 belegt die Existenz eines Propstes, was auf eine etablierte stiftische Verfassung hindeutet. Im Jahr 1098 bestätigte Kaiser Heinrich IV. dem Simeonstift seine umfassenden Besitzungen. Die Umwandlung der Porta Nigra zur Kirche wurde 1804 auf Befehl Napoleons rückgängig gemacht, wodurch das Tor weitgehend in seinen antiken Zustand zurückversetzt wurde. Das Kollegiatstift selbst wurde 1802 aufgehoben.

Lage+

Das Kollegiatstift St. Simeon befindet sich in Trier, einer Stadt in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 136 m über dem Meeresspiegel, in unmittelbarer Nähe des römischen Stadttores Porta Nigra.

Vor Ort+

In den ehemaligen Gebäuden des Stifts ist heute das Stadtmuseum Simeonstift Trier untergebracht. Der romanische Ostchor ist von außen noch als Zeugnis der einstigen Kirchennutzung erkennbar.

In der Naehe+
  • Trierer Dom (Sakralbau, 387 m entfernt)
  • Palais Kesselstatt (Trier) (Residenz, 480 m entfernt)
  • Kloster Reichsabtei St. Maximin (Trier) (Sakralbau, 607 m entfernt)
  • Römische Palastaula Augusta Treverorum (Konstantinbasilika) (Trier) (Antike Bauten, 689 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7597, 6.6433