Pfarrhof
Kollegiatstift St. Philipp, Grönenbach

Das Kollegiatstift St. Philipp in Grönenbach, ein historisches Kloster im bayerischen Unterallgäu, ist ein bedeutendes Baudenkmal. Es wurde im 15. Jahrhundert gegründet und prägte die regionale Geschichte bis zur Säkularisation.
Geschichte+
Die Gründung des Kollegiatstifts erfolgte im Jahr 1479. Es war den Heiligen Philipp und Jakob geweiht und wurde für zwölf Kanoniker errichtet, die einen Stiftsdechanten aus ihren Reihen wählten. Die anfänglich vorgesehene Zahl von zwölf Kanonikern wurde jedoch selten erreicht. Im Jahr 1525 suchten die Stiftsherren während der Bauernaufstände Zuflucht in Kempten. Ein Brand zerstörte das Stift 1572, doch es wurde in den Folgejahren wiederaufgebaut. Die Glaubensspaltung in Grönenbach ab 1559 führte zu einer Aufteilung der Stiftseinnahmen zwischen den Konfessionen. Kaiser Rudolph II. gewährte 1602 ein Konservatorium, um das Stift nach der Reformation zu erhalten. Im Jahr 1692 fiel das als Lehen vergebene Kollegiatstift an den Kemptener Fürstabt Rupert von Bodman zurück. Im Zuge der bayerischen Säkularisation wurde das Kollegiatstift St. Philipp im Jahr 1804 aufgelöst.
Lage+
Das Kollegiatstift St. Philipp befindet sich in Bad Grönenbach im Landkreis Unterallgäu, einer Region in Bayern, Deutschland.
Vor Ort+
Das historische Stiftsgebäude steht heute unter Denkmalschutz und dient als Pfarrhof der römisch-katholischen Gemeinde in Bad Grönenbach. Es ist ein dreigeschossiger Satteldachbau mit einem Wappenstein des Stifterehepaares aus dem 15. Jahrhundert an der Westseite. Im Erdgeschoss befindet sich eine zweischiffige Halle mit Kreuzgratgewölbe, gestützt von runden Mittelpfeilern. Das erste Obergeschoss weist eine Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert auf, während das zweite Obergeschoss eine Stuckdecke aus dem 18. Jahrhundert besitzt. Im Inneren sind zudem mehrere Gemälde aus der ehemaligen katholischen Kirche St. Martin in Woringen zu sehen.
In der Naehe+
- Unteres Schloss Grönenbach (Schloss, 255 m)
- Schloss Grönenbach (Schloss, 420 m)
- Ruine Rothenstein (Ruine, 1831 m)
- Ehemaliger Filialpfarrhof des Klosters Ottobeuren (Kloster, 4217 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mogadir / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.8743, 10.2214