KlosterRastede

Kollegiatstift, später Benediktinerkloster Rastede

Kollegiatstift, später Benediktinerkloster Rastede

Kellergewölbe, romanische Säulen im Schlosspark

Das ehemalige Kollegiatstift, später Benediktinerkloster Rastede, war eine bedeutende geistliche Einrichtung im Mittelalter, die sich in der Gemeinde Rastede im Ammerland, Niedersachsen, befand. Ursprünglich als Kanonikerstift geplant, entwickelte es sich zu einem einflussreichen Benediktinerkloster, das über Jahrhunderte hinweg eine zentrale Rolle in der Region spielte und als Grablege der Oldenburger Grafen diente.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Rastede erfolgte im Jahr 1091. Graf Huno und seine Frau Willna, die durch ihren Besitz eine grafenähnliche Stellung innehatten, initiierten das Vorhaben. Nach Hunos Tod vollendete Friedrich, vermutlich sein Sohn, die Gründung, und das Kloster wurde der Jungfrau Maria geweiht. Bereits 1096 erfolgte die Weihe der Klosterkirche. Umfangreiche Ländereien in und um Rastede, im Ammerland, in Rüstringen sowie östlich der Weser bis nach Bardowick und Lüneburg, ergänzt durch westfälischen Besitz, sicherten dem Kloster eine solide materielle Basis. Dies ermöglichte es, sich zu einem intellektuellen Zentrum zu entwickeln. Im 12. Jahrhundert übernahmen die Egilmaringen, die späteren Grafen von Oldenburg, die Schutzherrschaft. Das Kloster diente ihnen als Hauskloster und Grablege. Mönche wie Hinrich Gloysteen, der 1336 den Oldenburger Sachsenspiegel anfertigte, und Heinrich Wolters, Verfasser der Rasteder Chronik um 1450, trugen zur kulturellen und rechtlichen Dokumentation der Zeit bei. Die Schriften des Klosters, darunter das „Liber vitae historia monasterii Rastedensis“, sind heute wichtige historische Quellen. Im Zuge der Reformation verlor das Kloster seine geistliche Funktion. Nach dem Auszug des letzten Mönchs im Jahr 1529 wurde es säkularisiert. Graf Christoph von Oldenburg nutzte die Gebäude als Wohnsitz, und nach seinem Tod 1566 begann an gleicher Stelle der Bau des Schlosses Rastede. Heute sind noch Kellergewölbe des Abtsgebäudes sowie romanische Säulen im Schlosspark erhalten.

Lage+

Das einstige Kloster befand sich in Rastede, einer Gemeinde im Landkreis Ammerland in Niedersachsen, Deutschland.

Vor Ort+

Von der ursprünglichen Klosteranlage sind heute lediglich die Kellergewölbe des Abtsgebäudes sowie einige romanische Säulen erhalten, die im Park hinter dem heutigen Schloss Rastede zu finden sind.

In der Naehe+
  • Palais Rastede (Residenz, 313 m)
  • Haus Osterberg (Herren- und Gutshaus, 4370 m)
  • Schloss Oldenburg (Schloss, 11685 m)
  • Elisabeth-Anna-Palais (Residenz, 11785 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.2424, 8.2019