KlosterWürzburg

Kollegiatstift Neumünster

Kollegiatstift Neumünster

Kirche

Das Kollegiatstift Neumünster in Würzburg, Bayern, ist ein ehemaliges Kloster, das auf eine lange Geschichte zurückblickt und heute als katholische Pfarrkirche dient. Es ist bekannt für seine barocke Architektur und die reiche Ausstattung, die es zu einem bedeutenden Bauwerk in der Stadt macht.

Geschichte+

Die Ursprünge des Neumünsters reichen wahrscheinlich bis ins 8. Jahrhundert zurück, als Bischof Megingaud von Würzburg an dieser Stelle einen Memorialbau errichtete, der an den Ort des Martyriums der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan erinnerte. Bischof Burkard und später auch Megingaud selbst wurden hier beigesetzt. Die älteste Monumentalinschrift Frankens nach der Römerzeit findet sich auf dem Sarkophagdeckel Megingauds in der Krypta. Im Jahr 1057 gründete Bischof Adalbero von Würzburg das dem Evangelisten Johannes geweihte Chorherrenstift Neumünster. Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde das Stift 1803 aufgelöst und die Kirche ging in Staatsbesitz über. Nach einer zwischenzeitlichen Nutzung als Munitionsdepot kehrte die Kreuzbruderschaft 1821 zurück. Seit 1908 fungiert das Neumünster als katholische Pfarrkirche. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche schwere Schäden, wurde jedoch wiederaufgebaut und diente von 1950 bis 1967 als Bischofskirche der Diözese Würzburg.

Lage+

Das Neumünster befindet sich in der Stadt Würzburg in Bayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 194 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Heute ist das Neumünster eine katholische Pfarrkirche mit dem Patrozinium des Evangelisten Johannes und des Täufers Johannes. Die ursprünglich romanische Basilika wurde im Laufe der Jahrhunderte barock umgestaltet, insbesondere durch den Neubau eines Kuppelbaus und einer prächtigen Barockfassade im frühen 18. Jahrhundert. Im Inneren sind bedeutende Kunstwerke erhalten, darunter die Riemenschneider-Madonna und das Grabmal für Johannes Trithemius. Kopien der Frankenapostelbüsten von Tilman Riemenschneider, deren Originale 1945 zerstört wurden, sind heute hinter dem Altartisch zu sehen.

In der Naehe+
  • Würzburger Dom (Kathedrale/Dom, 63 m)
  • Schönbornkapelle (Sakralbau, 73 m)
  • Domstift Würzburg (Kloster, 78 m)
  • Hof Guttenberg (Residenz, 83 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Neum%C3%BCnster_W%C3%BCrzburg_-_IMG_6690B.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7938, 9.9316