Pfarrkirche
Kollegiatstift Herrieden

Das Kollegiatstift Herrieden, ein ehemaliges Kloster, befindet sich in der Stadt Herrieden im bayerischen Landkreis Ansbach. Diese historische Anlage, die einst eine prägende Rolle für die Region spielte, ist ein bedeutendes Zeugnis der karolingischen und mittelalterlichen Geschichte Bayerns.
Geschichte+
Die Gründung des Benediktinerklosters erfolgte um das Jahr 797 durch den fränkischen Adeligen Graf Cadolt. Als erster Abt wirkte der heilige Deocar. Im Jahr 863 stieg der dritte Abt, Luitpert von Herrieden, zum Erzbischof von Mainz auf. Eine entscheidende Wende ereignete sich 888, als das Kloster dem Eichstätter Bischof Erchanbald übertragen wurde und fortan als Wirkungsstätte von Kanonikern diente. Das nunmehr dem heiligen Vitus geweihte Stift, auch als Veitsstift bekannt, prägte bis zur Säkularisation das Leben in Herrieden, das 1230 das Stadtrecht erhielt. Im Jahr 1358 erhielt das Stift von Kaiser Karl IV. eine vergoldete Monstranz, eine Reliquie des heiligen Veit sowie einen Schutzbrief, die sich noch heute im Besitz der Kirche befinden. Jakob Fugger bereitete sich hier auf eine Laufbahn als Stiftsherr vor, bevor er 1478 die Leitung des Familienunternehmens in Augsburg übernahm. Während des Spanischen Erbfolgekriegs diente Herrieden von 1703 bis 1704 als Regierungssitz des Eichstätter Fürstbischofs Johann Martin von Eyb. Nach einer preußischen Phase ab 1792 kam Herrieden 1806 zu Bayern, woraufhin das Kollegiatstift säkularisiert wurde. Die Anlage blieb jedoch erhalten, und die Stiftskirche wurde zur örtlichen Pfarrkirche.
Lage+
Die Anlage liegt in Herrieden, einer Stadt im Landkreis Ansbach in Bayern, Deutschland. Die Region ist Teil des Bistums Eichstätt.
Vor Ort+
Die ehemalige Stiftskirche Herrieden dient heute als Pfarrkirche des Ortes. Weitere erhaltene Bauten der Anlage umfassen die Stiftsbasilika St. Vitus und St. Deocar, die katholische Nebenkirche St. Martin, den Herrnhof als früheren Wohnsitz des Stiftspropstes, die Fronveste sowie den Kasten.
In der Naehe+
- Burg Herrieden (Burg, 168 m)
- Schloss Aurach (Schloss, 6264 m)
- Schloss Wahrberg (Schloss, 6570 m)
- Schloss Sommersdorf (Schloss, 7138 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Herrieden_7.jpg: Klaus Graf derivative work: Rabanus Flavus (talk) / CC BY 2.5 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.2327, 10.4982