KlosterNördlingen

Kloster Zimmern

Kloster Zimmern

Gotteshaus, Privatbesitz

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Zimmern, gelegen im bayerischen Landkreis Donau-Ries, ist ein historisches Baudenkmal. Seine Geschichte ist geprägt von mehrfachen Ortswechseln und einer bedeutenden Entwicklung im Nördlinger Ries, die es zu einem der wohlhabendsten Klöster der Region machte.

Geschichte+

Die Gründung des Zisterzienserinnenklosters durch Friedrich von Truhendingen und seine Frau Agnes erfolgte ursprünglich im Jahr 1233 in Windsfeld. Im Jahr 1245 wurde der Konvent zunächst auf den Stahelsberg verlegt. Die endgültige Umsiedlung nach Zimmern im fruchtbaren Nördlinger Ries fand 1252 statt, ermöglicht durch eine Schenkung von Rudolf I. von Hürnheim-Rauhhaus. Das Kloster entwickelte sich rasch und erwarb umfangreichen Besitz, wie der Kauf des halben Dorfes Pfäfflingen im Jahr 1279 belegt. Im 14. Jahrhundert übernahmen die Grafen von Oettingen die Vogtei über Zimmern. Mit der Reformation ab 1522 wandte sich das Kloster den lutherischen Lehren zu und trennte sich von seinem Vaterabt in Kaisheim. Nach einer kurzzeitigen Wiederbesiedlung nach dem Schmalkaldischen Krieg wurde das Kloster 1558 durch die Grafen von Oettingen endgültig aufgelöst. Der Klosterbesitz wurde später durch die Fürsten von Oettingen-Oettingen und anschließend von Oettingen-Wallerstein verwaltet.

Lage+

Das Kloster Zimmern befindet sich im Landkreis Donau-Ries in Bayern, Deutschland. Es liegt in der Gemeinde Deiningen, einer Region, die für ihre fruchtbaren Böden bekannt ist.

Vor Ort+

Die Reste der einstigen gotischen Klosterkirche sind bis heute erhalten und dienen gelegentlich der evangelischen Kirchengemeinde Deiningen für Gottesdienste. Ein Großteil der ursprünglichen Inneneinrichtung ist nicht mehr vorhanden. Das Anwesen wurde im Jahr 2000 von der Glaubensgemeinschaft Zwölf Stämme erworben, die es 2017 an einen privaten Käufer veräußerte.

In der Naehe+
  • Stadtbefestigung Nördlingen-Löpsinger Tor (5296 m)
  • Stadtbefestigung Nördlingen-Deininger Tor (5343 m)
  • Stadtbefestigung Nördlingen (5391 m)
  • Stadtbefestigung Nördlingen-Reimlinger Tor (5659 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jkü / CC BY 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.8762, 10.5569