KlosterWalkenried

Kloster Walkenried

Kloster Walkenried

Das Kloster kann besichtigt werden

Das Kloster Walkenried, eine ehemalige Zisterzienserabtei, befindet sich am südlichen Rand des Harzes in Niedersachsen, nahe Osterode am Harz. Die Anlage ist bekannt für die Ruine ihrer Klosterkirche sowie das weitgehend erhaltene gotische Klausurgebäude und gehört seit 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Walkenried erfolgte in den Jahren 1127/1129. Adelheid, vermutlich eine Schwester des Grafen Berengar I. von Lohra, stiftete das dritte Zisterzienserkloster im deutschsprachigen Raum. Mönche aus dem Kloster Kamp am Niederrhein besiedelten das angebotene Land, das die zisterziensischen Standortkriterien erfüllte: eine Niederung mit Wasserlauf, ausreichend Abstand zu Siedlungen und Potenzial zur wirtschaftlichen Entfaltung. Der Bau der romanischen Kirche begann, und Kaiser Lothar III. bestätigte die Stiftung 1132. In der Folgezeit wurden die Tochterklöster Pforta (1132) und Sittichenbach (1141) gegründet. Die Mönche begannen 1144 mit der Trockenlegung und Urbarmachung des Oberen Rieds. Das Kloster entwickelte sich im 12. und 13. Jahrhundert zu einem der reichsten und politisch bedeutendsten Zisterzienserklöster, betrieb Bergbau, Verhüttung und Agrarwirtschaft. Die gotische Klosterkirche wurde 1290 geweiht, das Klausurgebäude um 1330 fertiggestellt. Mitte des 14. Jahrhunderts setzte ein Niedergang ein, bedingt durch Stagnation im Bergbau und Schwierigkeiten in der Landwirtschaft. Im Jahr 1525 wurde die Klosterkirche in den Bauernkriegen stark beschädigt. 1546 trat das Ordenskapitel zur Reformation über. Das Kloster wurde um 1648 aufgehoben und säkularisiert. Die Patrozinien des Klosters waren Maria und Martin.

Lage+

Das Kloster Walkenried liegt in der Gemeinde Walkenried, die zu Osterode am Harz in Niedersachsen gehört. Es befindet sich am Südrand des Harzes auf einer Höhe von etwa 264 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Der Gebäudekomplex des ehemaligen Klosters umfasst die Ruine der Klosterkirche sowie das größtenteils erhaltene gotische Klausurgebäude. Letzteres wurde 2006 zum Zisterziensermuseum Kloster Walkenried ausgebaut. Die Anlage ist Teil der Welterbe-Route des UNESCO-Welterbes im Harz.

In der Naehe+
  • Schloss Walkenried (Schloss, 211 m)
  • Burgruine Sachsenstein (Burg, 2680 m)
  • Ruine Klettenberg (Ruine, 3137 m)
  • Gutshaus Gudersleben (Herren- und Gutshaus, 5286 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.5830, 10.6192