KlosterBad Tölz

Kloster Tölz

Kloster Tölz

Privatbesitz

Kloster Tölz ist ein ehemaliges Kloster der Franziskaner-Reformaten in Bad Tölz in Bayern in der Erzdiözese München und Freising.

Die Gründung und ihre Motive

Das der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kloster entstand 1624. Die Gründung fand im Rahmen der Bestrebungen Herzog Maximilians I. statt, die bayerischen Franziskanerklöster zu reformieren, in einer bayerischen Reformatenprovinz zusammenzufassen und damit größeren Einfluss auf den Orden und seine Klöster zu gewinnen. Dafür setzte er sich ab 1614 jahrelang bei Papst Paul V. durch seinen Botschafter Giovanni Battista Cesare Crivelli ein, Cousin des seinerzeitigen Tölzer Pflegers Giulio Cesare Crivelli. Papst Urban VIII. genehmigte Maximilians Pläne inklusive der Klostergründung in Tölz und so entstand am 1. März 1625 die bayerische Reformatenprovinz der Franziskaner. Besetzt wurde das Kloster mit reformierten Mönchen aus Norditalien. Eine Tafel im Klostereingang links der Kirche erinnert an sie. Der Konvent betrieb auch ein Hospiz.

Ausbaumaßnahmen

Da die ursprüngliche Klosterkirche starken Zuspruch erfuhr, war sie nach wenigen Jahren zu klein und wurde daher 1660/61 erweitert. 1660 ließ der Tölzer Bürgermeister Kaspar Reiffenstuel eine Antoniuskapelle bauen, die 1684 von „Nikolaus Bertho“, wahrscheinlich Giovanni Niccolò Perti, stuckiert wurde. Als Kirche und Klöster erneut vergrößert werden mussten, wurde die Antoniuskapelle 1733 abgerissen.

Von der Säkularisation bis zur Aufgabe

Das Kloster wurde am 25. Januar 1802 im Zuge der Säkularisation unter König Max I. Joseph aufgelöst. 1804 wurde die Kirche dem Magistrat übergeben und die mit 7000 Bänden bestückte Bibliothek ging leider fast komplett verloren. Am 15. August 1827 beschloss der nachfolgende König Ludwig I., die Franziskaner in Tölz und anderen Städten wieder zuzulassen. Am 1. Dezember 1828 wurde das Kloster wiedererrichtet. Im Jahr 2008 gaben die Franziskaner das Kloster endgültig auf.

Orgel+

Die Orgel der Klosterkirche wurde von der Orgelbaufirma Vleugels erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 35 Register (1912 Pfeifen) auf zwei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.7598, 11.5544