Pfarrkirche, Kindergarten
Kloster Sulz (Prämonstratenserinnenkloster)

Das ehemalige Prämonstratenserinnenkloster Sulz, ein bedeutendes Baudenkmal in Bayern, befindet sich im Dorf Kloster Sulz, das zur Gemeinde Dombühl gehört. Die Gründung dieser historischen Anlage erfolgte im Jahr 1195, und sie stellt ein Zeugnis mittelalterlicher Sakralarchitektur und klösterlichen Lebens dar.
Geschichte+
Das Frauenstift wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts, vermutlich durch die Herren von Wahrberg, ins Leben gerufen und der Prämonstratenser-Zirkarie Ilfeld zugeordnet. Die geistliche Betreuung oblag dem Abt von Zell bei Würzburg. Ein Brand im Jahr 1260 zerstörte die gesamte Anlage und das Archiv, weshalb über die frühen Jahrzehnte des Konvents nur wenig bekannt ist. Die Burggrafen von Nürnberg, später die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, übernahmen die Schutzvogtei. Das Stift, das vorwiegend adlige Chorfrauen beherbergte, wurde durch einen Chorherrn aus Oberzell geistlich geleitet, der oft auch das Amt des Propstes innehatte. Die Vorsteherin, als „Meisterin von Sulz“ bekannt, verwaltete das Stift und übte Disziplinargewalt aus. Der Neubau der gotischen Kirche St. Maria erfolgte im frühen 14. Jahrhundert. Nach zwei Bränden, zuletzt um 1500, wurde die Kirche bis 1504 wiederhergestellt. Im Bauernkrieg 1525 erlitt das Kloster schwere Zerstörungen und Plünderungen, was zur Flucht der meisten Stiftsdamen führte. Die Reformation führte 1531 zur Säkularisation durch den Markgrafen von Ansbach, und mit dem Tod der letzten Chorfrau 1556 erlosch der Konvent. Der Stiftsbesitz war bereits 1539 für die Finanzierung einer geplanten Universität in Feuchtwangen vorgesehen.
Lage+
Das Kloster Sulz liegt in Ansbach, einer Stadt in der Region Mittelfranken im Bundesland Bayern, Deutschland. Der Ort Kloster Sulz ist Teil der Gemeinde Dombühl.
Vor Ort+
Das südlich an die Kirche anschließende zweistöckige Konventsgebäude diente nach der Säkularisation als markgräfliches Jagdgut und später ab 1802 als Schule mit Lehrerwohnung. Es wurde im Laufe der Zeit durch Umbauten stark verändert. Heute zeugen lediglich zwei Spitzbogentüren aus dem 14. Jahrhundert von der ursprünglichen Stiftsanlage. Die ehemalige Stiftskirche wurde 1573 als evangelische Pfarrkirche wiederhergestellt. Ein Holzepitaph aus der Zeit um 1520 erinnert an die Prämonstratenserinnen. Das „Conventhaus“ wurde 1976 zu einem Kindergarten umgebaut.
In der Naehe+
- Kloster Schillingsfürst (Sakralbau, 4529 m)
- Schloss Schillingsfürst (Schloss, 4930 m)
- Schloss Wahrberg (Schloss, 7662 m)
- Schloss Aurach (Schloss, 7879 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Uli Metzner / CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.2611, 10.3089