Das Kloster kann besichtigt werden
Kloster St. Wiperti

Das Kloster St. Wiperti, eine historische Klosteranlage im Harz in Sachsen-Anhalt, Deutschland, zeugt mit seiner Krypta und Kirche von einer bedeutenden Vergangenheit als Königshof der sächsisch-ottonischen Herrscher. Die Anlage ist ein herausragendes Beispiel romanischer Architektur und eine wichtige Station an der Straße der Romanik.
Geschichte+
Die Ursprünge von St. Wiperti reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück, als es vom Kloster Hersfeld gegründet wurde und eine Gemeinschaft von Klerikern beherbergte. Zwischen 901 und 912 gelangte die Wipertikirche in den Besitz der Liudolfinger unter Otto dem Erlauchten. Sein Sohn, König Heinrich I., ließ die ursprüngliche Kirche abbrechen und einen neuen Saalbau errichten. Ab 961 bestand St. Wiperti als reguliertes Kloster, das den Heiligen Wigbert und Jakob geweiht war. Es diente als Osterpfalz der Ottonen und war Schauplatz wichtiger Reichstage. Im Jahr 1146 wurde das Kloster auf Betreiben von Äbtissin Beatrix II. in ein Prämonstratenserkloster umgewandelt. Diese Neuausrichtung führte zu einer Blütezeit, in der das Kloster seinen Besitz erheblich ausbaute und die Gebäude erweitert wurden. Im Jahr 1547 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst.
Lage+
Das Kloster St. Wiperti befindet sich südwestlich des Burgberges in Quedlinburg, einer Stadt in der Harzregion in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 133 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute ist die ehemalige Klosterkirche St. Wiperti als Baudenkmal im Quedlinburger Denkmalverzeichnis eingetragen und eine bedeutende Sehenswürdigkeit an der Straße der Romanik. Die erhaltenen romanischen Bauteile, insbesondere die Krypta und die Kirche, geben Einblick in die reiche Geschichte des Ortes.
In der Naehe+
- Schloss Quedlinburg (Schloss, 451 m)
- Vitzthum von Eckstedtscher Freihof (Herren- und Gutshaus, 592 m)
- Fleischhof (Herren- und Gutshaus, 769 m)
- Quedlinburger Stadtschloss (Schloss, 1224 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.7841, 11.1307