KlosterZeitz

Kloster St. Stephan, Zeitz

Kloster St. Stephan, Zeitz

evangelische Pfarrkirche

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster St. Stephan in Zeitz, im heutigen Sachsen-Anhalt gelegen, ist ein historischer Sakralbau, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Es zeugt von einer wechselvollen Geschichte und ist eng mit der Entwicklung der Stadt Zeitz verbunden.

Geschichte+

Die erste Erwähnung des Klosters datiert auf das Jahr 1147. Im Jahr 1154 erhielt es das Patronat über die Michaeliskirche. Zeitweise, zwischen 1185 und 1192, waren auch Augustiner-Chorherren an der Stephanskirche ansässig. Aufgrund des Sächsischen Bruderkrieges erfolgte um 1446 eine Verlegung des Klosters in die Oberstadt, wo es an die St.-Michaeliskirche angegliedert wurde. Dort wurden nördlich der Kirche Konventsgebäude errichtet. Im Jahr 1517 erfuhr die Anlage eine Erweiterung durch die Aufstockung der Klausurgebäude und den Anbau einer eigenen Kapelle nordwestlich der Kirche. Die Reformation führte 1537 zur ersten evangelischen Predigt in der Michaeliskirche. Schließlich wurde das Kloster St. Stephan 1541 aufgelöst, während die Michaeliskirche als evangelische Pfarrkirche weiterbestand.

Lage+

Das Kloster St. Stephan befand sich in Zeitz, einer Stadt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Ursprünglich lag es vor der mittelalterlichen Stadt an der Stephanskirche, wurde jedoch später in die Oberstadt an die St.-Michaeliskirche verlegt.

Vor Ort+

Die heutige evangelische Kirche St. Stephan wurde zwischen 1739 und 1741 unter Verwendung älterer Bauteile neu errichtet. Sie präsentiert sich als schlichter Saalbau mit einem dreiseitigen Chorabschluss und einem Westturm, der von einem barocken Aufsatz mit Laterne gekrönt wird. Im Inneren prägen Spiegeldecken und zweigeschossige Emporen den Raum. Zu den bemerkenswerten Ausstattungsstücken gehören ein Kanzelaltar mit korinthischen Säulen, ein Orgelprospekt und ein hölzerner Taufständer, die dem Geraer Bildhauer Johann Wilhelm Rockstock zugeschrieben werden. Des Weiteren beherbergt die Kirche eine spätgotische Schnitzfigur des Heiligen Stephanus aus dem 15. Jahrhundert, einen Schrein einer Anna Selbdritt und ein Altarkruzifix aus dem 16. Jahrhundert. Das neugotische Kirchengestühl ist eine Stiftung aus dem 19. Jahrhundert.

In der Naehe+
  • Seckendorffsches Palais (Residenz, 348 m)
  • Albrechtsches Palais (Residenz, 472 m)
  • Schloss Moritzburg (Schloss, 609 m)
  • Kloster Posa (Zeitz) (Sakralbau, 1414 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jwaller / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.0510, 12.1342