Das Kloster kann besichtigt werden
Kloster St. Marienthal (Ostritz)

Das Kloster St. Marienthal in Ostritz, gelegen in der sächsischen Oberlausitz, ist eine Zisterzienserinnen-Abtei und das älteste Frauenkloster des Ordens in Deutschland, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht. Es liegt direkt am Ufer der Lausitzer Neiße.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters St. Marienthal wird auf das Jahr 1234 datiert. Ursprünglich könnte die Initiative von den Burggrafen von Dohna ausgegangen sein, die in der Region um Ostritz eine eigene Herrschaft aufbauten und das Kloster als Grablege und Ort der Familienmemoria planten. Später übernahmen die Přemysliden das Kloster in ihre Herrschaftspolitik. Bereits 1235 wurde St. Marienthal dem Zisterzienserorden eingegliedert und der böhmischen Provinz zugewiesen. Die Kirche wurde im Jahr 1245 geweiht. Im Laufe der Zeit erwarb die Abtei umfangreichen Grundbesitz, darunter die Stadt Ostritz. Das Kloster erlangte 1346 die Hohe Gerichtsbarkeit und 1357 das Braurecht. Während der Hussitenkriege wurde die Abtei 1427 zerstört, aber bis 1452 wiederaufgebaut. Weitere Brände in den Jahren 1515, 1542 und 1683 führten zu erneuten Zerstörungen, woraufhin ein Wiederaufbau im Barockstil erfolgte. Trotz der Reformation konnte das Kloster seinen Fortbestand sichern, auch wenn es in einigen Klosterdörfern evangelische Pfarrer einsetzen musste. Die kirchliche Bindung an Prag wurde 1783 gelöst und das Kloster dem Domdekanat Bautzen unterstellt. Das Patrozinium des Klosters ist Mariä Himmelfahrt.
Lage+
Das Kloster St. Marienthal befindet sich südlich des Stadtkerns von Ostritz, einem Ortsteil von Görlitz in Sachsen, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 211 Metern über dem Meeresspiegel direkt am linken Ufer der Lausitzer Neiße, die hier die deutsch-polnische Grenze bildet. Die Entfernung nach Görlitz beträgt ungefähr 20 Kilometer.
Vor Ort+
Das Kloster St. Marienthal besteht seit seiner Gründung im Jahr 1234 ununterbrochen und wird bis heute von Zisterzienserinnen bewohnt und bewirtschaftet.
In der Naehe+
- Andachtssäule nahe dem nördlichen Klostertor St. Marienthal Klosterstraße (nahe Nr. 140) (Kloster, 123 m)
- Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Kloster St. Marienthal: Kreuzwegstationen mit kolossaler Kreuzigungsgruppe (siehe auch Sachgesamtheitsliste - Obj. 09302180, St. Marienthal 1-12) Stationsberg (nordwestlich vom Kloster St. Marienthal) (Kloster, 208 m)
- Schloss Leuba (Schloss, 5528 m)
- Herrenhaus Kiesdorf (Berzdorf) (Herren- und Gutshaus, 7797 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9978, 14.9252