Evangelisches Damenstift
Kloster St. Johannis

Das Kloster St. Johannis in Hamburg, heute ein Evangelisches Damenstift, ist eine historische Einrichtung, deren Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Es befindet sich in einem weitläufigen Garten an der Alster und bietet alleinstehenden Frauen über 60 Jahren eine Wohnanlage mit 69 abgeschlossenen Wohnungen. Die Besonderheit liegt in seiner kontinuierlichen Entwicklung von einem mittelalterlichen Zisterzienserinnenkloster zu einem modernen Damenstift, das bis heute von einer einzigartigen Struktur unter der Leitung eines ehrenamtlichen Vorstands und des Großen Konvents, dem auch die Bürgermeister der Stadt angehören, geführt wird.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters St. Johannis gehen auf das Jahr 1246 zurück, als Gräfin Heilwig von der Lippe das Zisterzienserinnenkloster Herwardeshude gründete. Zunächst am Pepermölenbek gelegen, wurde es 1295 in die Gegend des heutigen Harvestehude verlegt. Nach der Reformation und der Auflösung des Dominikanerklosters St. Johannis in der Hamburger Innenstadt im Jahr 1530 zogen die Nonnen dorthin um. Im Jahr 1536 wurde das Evangelische Conventualinnenstift für unverheiratete Hamburger Patrizier- und Bürgertöchter etabliert. Das Kloster wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach seinen Standort: 1837 an den Schützenwall und schließlich 1914 an die heutige Adresse in der Heilwigstraße, die nach der Gründerin benannt ist. Die heutige Anlage wurde zwischen 1912 und 1914 von den Architekten Richard Kahl und Ludwig Endresen erbaut.
Lage+
Das Kloster St. Johannis liegt in Hamburg, im Stadtteil Eppendorf, an der Heilwigstraße 162. Es ist eingebettet in einen großzügigen Garten direkt an der Alster, einem Fluss in der Hansestadt.
Vor Ort+
Heute dient das Kloster St. Johannis als Evangelisches Damenstift. Es ist eine Wohnanlage, die 69 abgeschlossene Wohnungen für alleinstehende Frauen über 60 Jahre bereithält. Die Einrichtung wird von einem vom Senat genehmigten ehrenamtlichen Vorstand geleitet. Der Große Konvent, dem die beiden Bürgermeister der Stadt, die drei Vorstände und die Vorsteherin (Domina) angehören, sichert die Fortführung der seit der Reformation bestehenden Struktur.
In der Naehe+
- Neuer Mariendom (Sakralbau, 3881 m)
- Palais Görtz (Residenz, 4556 m)
- Herrenhaus Wellingsbüttel (Herren- und Gutshaus, 7662 m)
- U-Boot-Bunker Fink II (Militärische Bauten, 10850 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Selbst / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.5908, 9.9958