Alten- und Pflegeheim
Kloster St. Irminen

Das ehemalige Kloster St. Irminen in Trier, Rheinland-Pfalz, ist ein Kulturdenkmal in Deutschland, dessen Geschichte bis in die Römerzeit zurückreicht. Ursprünglich als Benediktinerkloster gegründet, entwickelte es sich zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum und ist heute Teil der Vereinigten Hospitien.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters liegen in römischen Hafenhallen, die nach dem Fall Roms in fränkischen Königsbesitz übergingen. König Dagobert I. schenkte das Gelände dem Trierer Erzbischof Modoald, der dort zunächst ein Benediktinerkloster gründete, das später in ein Marienkloster umgewandelt wurde. Im Jahr 645 erfolgte die Gründung als königliches Marienkloster in den Ruinen der römischen Hafenspeicher durch die erste Äbtissin Modesta. Der Name „Oeren“ leitet sich von den lateinischen „horrea“ für Hafenspeicher ab. Zwischen 659 und 704 soll Irmina, die spätere Namensgeberin, die zweite Äbtissin gewesen sein. Die Benediktinerregel wurde spätestens ab 953 angewandt. Ab dem Jahr 1000 wurde das Kloster dem Erzbischof von Trier unterstellt. Zwischen 1148 und 1152 wurde es nach der Augustinerregel reformiert, jedoch 1495 wieder aufgelöst und die Benediktinerregel erneut eingeführt, verbunden mit einer engen Anbindung an die Benediktinerabtei St. Matthias. Im 12. und 18. Jahrhundert erfuhr das Kloster umfangreiche bauliche Veränderungen, darunter der Bau der saalartigen Irminenkirche 1768/69. Nach mehrfacher Beschädigung durch Kriege und Seuchen, zuletzt 1794, wurde das Kloster 1802 säkularisiert. Ab 1804 wurde es in ein Krankenhaus umgewandelt und 1811 in die „Vereinigten Hospitien“ aufgenommen. Bei einem Bombenangriff 1944 fast vollständig zerstört, erfolgte der Wiederaufbau ab 1945. Seit 1960 dient es hauptsächlich als Alten- und Pflegeheim.
Lage+
Das ehemalige Kloster St. Irminen befindet sich in der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz, Deutschland, am heutigen Irminenfreihof.
Vor Ort+
Heute beherbergt der Gebäudekomplex ein Alten- und Pflegeheim und ist Teil der „Vereinigten Hospitien“. Reste der römischen Hafenhallen sind noch erkennbar. Die Rokokokirche St. Irminen, nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut, ist weiterhin in Nutzung. Der erhaltene südöstliche Turm der Kirche beherbergt ein vierstimmiges Glockengeläut.
In der Naehe+
- Römische Viehmarktthermen Augusta Treverorum (Trier) (Antike Bauten, 668 m)
- Römerbrücke Augusta Treverorum (Trier) (Antike Bauten, 706 m)
- Palais Kesselstatt (Trier) (Residenz, 806 m)
- Römische Barbarathermen Augusta Treverorum (Trier) (Antike Bauten, 826 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.7574, 6.6318