KlosterEisleben

Kloster Sittichenbach

Kloster Sittichenbach

Kapelle, Wohnhaus

Das ehemalige Zisterzienserkloster Sittichenbach, gelegen im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, ist ein Kulturdenkmal, das auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblickt. Die Anlage, einst ein bedeutendes geistliches Zentrum, zeugt heute noch von ihrer historischen Bedeutung.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Sittichenbach erfolgte im Jahr 1141 als Tochterkloster von Walkenried. Abt Volkuin führte elf Mönche in die Region, um die neue Abtei zu etablieren. Das Kloster erwarb im Laufe der Zeit umfangreiche Ländereien und gründete mehrere Klosterhöfe. Sittichenbach war maßgeblich an der Gründung weiterer Zisterzienserklöster beteiligt, darunter Lehnin im Jahr 1180, Buch bei Leisnig 1192 und Grünhain im Erzgebirge 1235. Besonders mit Grünhain bestand eine enge wirtschaftliche Verbindung, die sich unter anderem in einem gemeinsam bewirtschafteten Klosterhof in Zwickau manifestierte. Bis ins 15. Jahrhundert entsandte Sittichenbach Mönche als Äbte nach Grünhain, um personelle Engpässe zu überbrücken. Im Jahr 1209 verbrachte der Halberstädter Bischof Konrad von Krosigk seinen Lebensabend im Kloster. Konflikte mit der Halberstädter Domkirche entstanden um Reliquien und Schätze aus dem Vierten Kreuzzug. Im Jahr 1362 wurde das Kloster in einer Fehde zwischen dem Bischof von Halberstadt und dem Grafen von Mansfeld schwer getroffen, wobei der Abt und Mönche als Geiseln genommen wurden. Die Aufhebung des Klosters erfolgte 1525 im Zuge der Säkularisation. Später wurde es zum Amtssitz und gelangte über verschiedene Herrschaften schließlich an Preußen.

Lage+

Das Kloster Sittichenbach befindet sich im heutigen Ortsteil Sittichenbach der Lutherstadt Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 190 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Von der ursprünglichen Klosteranlage sind heute nur noch wenige Reste erhalten. Dazu gehören eine im 19. Jahrhundert überarbeitete Kapelle, die um 1615 zur Amtskapelle umgebaut wurde, sowie eine weitere, als Wohnhaus genutzte Kapelle. Auch der Mönchstollen, die Klosterteiche und das Taubenhaus sind noch vorhanden. Grabungen im Jahr 1978 gaben Aufschluss über die Lage der ehemaligen Klosterkirche, von der heute ein großes Würfelkapitell vor der katholischen Kirche und weitere Kapitelle in einem Anbau des Gutshauses zu sehen sind. Die Ostwand des westlichen Klausurflügels ist ebenfalls erhalten geblieben.

In der Naehe+
  • Gutshaus Sittichenbach (Herren- und Gutshaus, 76 m)
  • Burgruine Bornstedt (Burg, 2784 m)
  • Gutshaus Holzzelle (Herren- und Gutshaus, 3944 m)
  • Gutshaus Neuglück (Herren- und Gutshaus, 4163 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jwaller / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.4652, 11.5176