KlosterBlankenheim

Kloster Rode

Kloster Rode

Rittergut, Herrenhaus, landwirtschaftlicher Betrieb

Das Kloster Rode, auch bekannt als Kloster Roda oder Stift Klosterroda, war ein Prämonstratenser-Chorherrenstift im heutigen Klosterrode bei Blankenheim. Es liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und wurde im Zuge der Reformation in ein Rittergut umgewandelt.

Geschichte+

Um 1147 wurde das Kloster Rode als Tochterkloster des Magdeburger Liebfrauenstiftes gegründet. Die Burggrafen von Magdeburg stifteten es am südlichen Harzrand und besetzten es mit Prämonstratensern. Im Jahr 1181 übernahmen die Edlen von Querfurt die weltliche Schutzherrschaft über das Kloster. Im 13. Jahrhundert hatte das Stift Roda eine beachtliche Größe erreicht und verfügte über bedeutenden Besitz in der Umgebung sowie schätzungsweise 100 Chorherren. Im Jahr 1432 wechselte die Schutzherrschaft an die benachbarten Grafen von Mansfeld. Ein Blitzschlag führte um 1470 zum Ausbrennen der Stiftskirche, die anschließend wiederaufgebaut wurde. Während des Bauernkrieges kam es im April und Mai 1525 zu Angriffen auf das Kloster Roda, woraufhin die Prämonstratenser flohen. Die Klostergebäude wurden geplündert, aber nicht zerstört, sodass acht Chorherren zurückkehren konnten. Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Sachsen nach dem Tod Georgs des Bärtigen wurde das Prämonstratenserstift Rode ab 1540 durch das herzogliche Amt Sangerhausen aufgehoben. Die Grafen von Mansfeld erwarben die säkularisierten Klostergebäude 1543 für 14.000 Meißnische Gulden von Herzog Moritz von Sachsen. Der letzte Propst Petrus Meise, 1537 gewählt, wurde als gräflich-mansfeldischer Administrator des in ein Rittergut umgewandelten Klosters eingesetzt und blieb bis zu seinem Tod 1558 in dieser Funktion. Im Jahr 1567 verkauften die Grafen von Mansfeld das Klostergut Rode an Otto Heinrich von Bodenhausen, der ab 1569 aus den teilweise abgerissenen Klostergebäuden ein Herrenhaus, das heutige Alte Schloss, errichtete. Dabei wurde Baumaterial aus dem teilweisen Abriss der ungenutzten Klosterkirche gewonnen. Nach mehrfacher Plünderung im Dreißigjährigen Krieg lag das Gut von 1630 bis 1652 wüst. 1659 wurde es von Kuno Ordomar von Bodenhausen an seinen Schwiegersohn Werner von Alvensleben verkauft. 1739 veräußerten es Johann Friedrich von Alvensleben und Joachim Werner von Alvensleben an Adolph Friedrich von der Schulenburg. Nach dem Testament von Adolph Friedrich von der Schulenburg wurde das Gut 1748 Albrecht Ludwig von der Schulenburg zugesprochen, der zwischen 1778 und 1783 ein neues Herrenhaus, das sogenannte Neue Schloss, errichten ließ. Mit dem Tod von Friedrich Albrecht von der Schulenburg im Jahr 1853 erlosch die gräfliche Linie Schulenburg-Klosterrode. Das Anwesen wurde 1879 von Werner von der Schulenburg erworben. Im Jahr 1904 (formal 1906) verkaufte Werner von der Schulenburg Klosterrode an Maximilian Müller, der zahlreiche Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft einführte, darunter die erste Dampfmolkerei und die Verstromung eigener Braunkohle. 1928 erwarb der Margarinefabrikant Fauser das Gut Klosterrode aus der Konkursmasse von Maximilian Müller, verkaufte jedoch einen Großteil davon wieder.

Lage+

Das Kloster Rode befindet sich in der Ortschaft Klosterrode, einem Teil von Blankenheim, im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Vor Ort+

Die ehemaligen Klostergebäude wurden nach der Säkularisation in ein Rittergut umgewandelt. Später entstanden aus Teilen der Klostergebäude ein Herrenhaus, das Alte Schloss, und später ein Neues Schloss. Die Anlage diente nach der Reformation als landwirtschaftlicher Betrieb und wurde mehrfach umgestaltet und erweitert.

In der Naehe+
  • Schloss Klosterrode (Schloss, 336 m)
  • Gutshaus Neuglück (Herren- und Gutshaus, 2035 m)
  • Burgruine Bornstedt (Burg, 3343 m)
  • Gutshaus Emseloh (Herren- und Gutshaus, 4212 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jwaller / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.5000, 11.4500