KlosterRinchnach

Kloster Rinchnach

Kloster Rinchnach

Kirche

Das ehemalige Benediktinerkloster Rinchnach, geweiht dem Heiligen Johannes dem Täufer, befindet sich in der bayerischen Gemeinde Rinchnach im Landkreis Regen. Es stellt ein bedeutendes historisches Zeugnis in der Region dar und wurde als erste Siedlung im mittleren Bayerischen Wald gegründet.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Rinchnach erfolgte vor dem Jahr 1019 durch den Benediktinermönch Gunther, der aus dem Kloster Niederaltaich stammte. Kaiser Konrad II. schenkte dem Kloster im Jahr 1029 umfangreichen Grundbesitz. Ab 1040 fungierte Rinchnach als Propstei des Klosters Niederaltaich. Im Jahr 1243 wurde die Propstei durch einen Brand zerstört, jedoch zügig wiederaufgebaut und die Kirche 1255 erneut geweiht. Das Kloster erwarb im Laufe der Zeit weitere Güter und Privilegien, darunter Weinberge in Österreich und das Recht zum Bierbrauen ab 1321. Im Jahr 1332 entstand das Dorf Bärnzell durch eine Initiative des Propstes Friedrich Rößel. Hussiten brannten das Kloster 1488 nieder. Auch ein Brand im Jahr 1597 und schwere Misshandlungen durch schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg (1641) setzten dem Kloster zu. Nach einem Blitzschlag im Jahr 1693 und einer Brandschatzung 1703 erfolgte ab 1708 ein umfassender Wiederaufbau. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster Rinchnach im Jahr 1803 aufgelöst, und sein umfangreicher Grundbesitz versteigert.

Lage+

Das ehemalige Kloster Rinchnach liegt in der Gemeinde Rinchnach im Landkreis Regen in Bayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 561 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die ehemalige Klosterkirche dient heute als Pfarrkirche der Gemeinde Rinchnach. Der heutige Kirchenbau stammt aus dem Jahr 1438, wobei der Turm 1721 errichtet wurde. Ab 1727 erfolgte eine umfassende barocke Neugestaltung der Kirche durch Johann Michael Fischer, der das Innere in eine ovale Form brachte und Fresken von Andreas Haindl anfertigen ließ. Die Fresken stellen Parallelen zwischen dem Leben Johannes des Täufers und dem Klostergründer Gunther dar. Die Ausstattung umfasst einen Hochaltar von Benjamin Schreidter aus der Zeit um 1770 mit einem Gemälde von Franz Anton Rauscher.

In der Naehe+
  • Ruine Weißenstein (Ruine, ca. 4308 m entfernt)
  • Ehemaliges Kloster und Mädchenschule der Englischen Fräulein (Kloster, ca. 8822 m entfernt)
  • Schloss Oberzwieselau (Schloss, ca. 9884 m entfernt)
  • Herrenhaus Oberfrauenau (Herren- und Gutshaus, ca. 10300 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.9494, 13.2003