KlosterPleystein

Kloster Pleystein

Kloster Pleystein

Kloster (aktiv)

Das Kloster Pleystein, ein bedeutendes Baudenkmal in Bayern, erhebt sich auf dem Kreuzberg in der oberpfälzischen Stadt Pleystein, die zum Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab gehört. Die Anlage, deren Ursprünge auf das frühe 20. Jahrhundert zurückgehen, zeichnet sich durch ihre neobarocke Architektur aus und ist ein Zeugnis der regionalen Sakralgeschichte.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters geht auf die Initiative des Benediktinerpaters Ildephons Lehner zurück, der sich zeitlebens für eine Ordensniederlassung in seiner Geburtsstadt Pleystein einsetzte. Ab 1858 wurde ein Frühmessbenefizium als finanzielle Grundlage für ein zukünftiges Kloster vorgesehen. Erste Verhandlungen mit den Kapuzinern scheiterten ebenso wie spätere Gespräche mit Franziskanern, Serviten und Redemptoristen, da die finanzielle Ausstattung als unzureichend erachtet wurde. Eine entscheidende Wende brachte eine Spende von Johann Kam aus Buffalo im Jahr 1896, die später auf 30.000 Mark erhöht wurde, sowie weitere namhafte Beiträge, darunter 10.000 Mark von Kunigunde Schrobenhauser. Auf dieser Basis konnte der Magistrat Verhandlungen mit dem Augustinerorden aufnehmen, die 1898 erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Baugenehmigung für das Kloster wurde im Februar 1901 erteilt. Nach einem Stadtbrand, der im Juli 1901 die Kreuzbergkirche zerstörte, begann der Wiederaufbau der Kirche noch im selben Jahr. Das Klostergebäude, dessen Pläne von Joseph Koch und Heinrich Hauberrisser stammten, war 1902 im Rohbau fertiggestellt und 1903 bezugsfertig. Im August 1903 zogen die Augustinerpatres ein. 1965 musste der Orden das Kloster aufgrund von Nachwuchsmangel verlassen. Kurz darauf übernahmen die Salesianer das Kloster, die es mit zwölf Ordensangehörigen neu besetzten und ab 1966 auch die Pfarrei Pleystein betreuten.

Lage+

Das Kloster Pleystein befindet sich auf dem Kreuzberg in der Stadt Pleystein, im bayerischen Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab in der Oberpfalz.

Vor Ort+

Die Klosteranlage präsentiert sich als mehrflügeliger, zweigeschossiger Bau mit Walmdächern und einer neobarocken Fassadengestaltung. Ein markanter runder Eckturm im Süden ist mit einer Glockenhaube versehen, und das Rundbogenportal wird von einem Schweifgiebel geziert. Das Kloster wurde in den Jahren 2015 und 2016 umfassend renoviert und wird heute von den Salesianern genutzt.

In der Naehe+
  • Hammerschloss (Schloss, 5528 m)
  • Schloss Friedrichsburg (Schloss, 5676 m)
  • Schloss Burgtreswitz (Schloss, 5919 m)
  • Schloss Frankenreuth (Schloss, 6757 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Allexkoch / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.6460, 12.4113