KlosterOberalteich

Kloster Oberalteich

Kloster Oberalteich

Pfarramt
Schule


Das Kloster Oberalteich ist ein ehemaliges Kloster der Benediktiner in Bogen in Bayern in der Diözese Regensburg.

Das St. Peter und Paul geweihte Kloster wurde um 1100 durch den Grafen Friedrich von Bogen gegründet, der zugleich Domvogt von Regensburg war. Der erste Abt, Egino, stammte ebenso wie seine Nachfolger bis 1170 aus dem benachbarten Kloster Niederaltaich; wie diese Abtei stand auch Oberaltaich unter dem Einfluss der Gorzer Reform. Das junge Kloster wurde durch die Grafen von Bogen, die bis 1245 die Vogtei über das Kloster ausübten, finanziell ausgebeutet. Erst als nach dem Aussterben der Grafen von Bogen die Wittelsbacher die Vogtei übernahmen, erlebte das Kloster unter Abt Poppo (1260–1282) eine erste Blüte des klösterlichen Lebens und der wissenschaftlichen Tätigkeit.

Nach einem Großbrand 1245 wurde unter den Äbten Heimo (1247–1252) und Purchard (1256–1260) die Klosteranlage erneuert. Unter Abt Friedrich II. (1346-1358) wurde das Kloster befestigt. Zur Zeit des Abtes Johann II. Asperger (1438 bis 1463) wurde die Kirche neu gestaltet. Diese mittelalterliche Klosteranlage wurde erst unter Abt Veit Höser (1604 bis 1634) erneuert. Die vollständige Barockisierung der Anlage erfolgte unter den Äbten Roman Denis (1682 bis 1695), Benedikt Resch (1695 bis 1704) und Ignatz Scherlin (1704 bis 1721). Als Künstler wirkte hierbei unter anderem der Maler Joseph Anton Merz aus Straubing.

Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klostergebäude wurden veräußert. Im Konventbau wurde eine Pfarrei und eine zusätzliche Wohnung für einen Taglöhner untergebracht. 1847 wurden die historischen Grabdenkmäler aus der Klosterkirche nach Vilshofen gebracht und dort zum Bau eines Dammes verwendet.

Klosterkirche+

Die St. Peter und Paul geweihte Klosterkirche wurde 1622 bis 1630 nach Plänen des Abtes Vitus Höser neu erbaut. Die heutige, reiche Innenausstattung entstand vom späten 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Lediglich die Eingangshalle besitzt noch den ursprünglichen Stuck aus der Zeit des Kirchenbaus. Der barocke Hochaltar stammt aus dem Jahr 1693. Aus der gleichen Zeit stammen die Seitenaltäre an den Freipfeilern des Mittelschiffs (auf den Emporen nach der Säkularisation entfernt). Aus Anlass der Tausendjahrfeier der legendären Erstgründung des Klosters im Jahr 731 wurde der Innenraum völlig neu gestaltet. Anstelle der ursprünglichen Stuckaturen und Fresken entstand ein umfangreicher Freskenzyklus. Die Fresken malte Joseph Anton Merz nach einem detaillierten Programm des Abtes Dominikus Perger. Sie schildern die angebliche Erstgründung und Wiedergründung der Abtei Oberalteich, ihre Leistungen auf dem Gebiet der Kunst und Wissenschaft sowie ihre Verdienste bei der Rekatholisierung der Oberpfalz im 17. Jahrhundert. Außerdem erhielten die Seitenkapellen neue Altäre. Die ehemalige Klosterkirche wurde 1803 Pfarrkirche.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.9167, 12.6670