Klosterbetrieb
Kloster Nothgottes

Nothgottes ist der Name eines ehemaligen Klosters im Rheingau auf dem Gebiet der Stadt Rüdesheim.
Bis zur Säkularisation war das Kloster, das der Legende nach von Ritter Brömser gegründet worden war, nachdem einer seiner Bauern das Gnadenbild vom Blutschwitzenden Heiland beim Pflügen gefunden und zugleich den Ruf "Noth Gottes" gehört hatte, von Kapuzinern bewohnt.
In der frühen Neuzeit war Noth Gottes ein beliebter Wallfahrtsort. In der Gegenwart kommt in jedem Jahr am ersten September-Sonntag eine Fußwallfahrt aus Kruft in Noth Gottes an. Die Wallfahrer der Noth Gottes-Bruderschaft, deren Zahl mittlerweile zwischen 85 und 110 schwankt, brechen zwei Tage zuvor in ihrem Heimatort auf. Die älteste nachweisbare Wallfahrt aus Kruft kam 1674 nach Noth Gottes und wurde nach mündlicher Überlieferung bis heute nie unterbrochen. Ein Versprechen aufgrund einer Pestepidemie liegt der Wallfahrt zugrunde.
Bis 2006 war das ehemalige Kloster ein Bildungshaus des Bistums Limburg. Seitdem wird es von der Gemeinschaft der Seligpreisungen bewohnt, durch deren Anwesenheit hier nach 200 Jahren wieder ein Kloster existiert. Die Gebäude befinden sich zwischen der Siedlung Windeck und dem Rüdesheimer Ortsteil Eibingen im Osten des Ebentals.
Seit 2002 ist das Haus Nothgottes Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.0031, 7.9258