Kastulus-Münster
Kloster Moosburg

Das Kloster Moosburg, auch bekannt als Stift St. Castulus, ist eine bedeutende historische Anlage in Moosburg an der Isar in Bayern. Ursprünglich ein Benediktinerkloster, entwickelte es sich zu einem Kollegiatstift und prägte die Region über Jahrhunderte.
Geschichte+
Die Gründung des Benediktinerklosters erfolgte in den 750er Jahren, wahrscheinlich durch eine lokale Adelsfamilie. Es wurde der Heiligen Maria und dem Heiligen Castulus geweiht. Zwischen 764 und 772 wurden die Gebeine des Heiligen Castulus von Rom nach Moosburg überführt. Das Kloster spielte eine wichtige Rolle bei der Missionierung des umliegenden Holzlandes und der Hallertau und unterhielt eine angesehene Klosterschule. Nach dem Sturz Herzog Tassilos III. im Jahr 788 ging das Kloster in fränkischen Besitz über. Im Jahr 895 wurde es als Eigenkloster dem Freisinger Bischof Waldo übergeben. Bischof Egilbert wandelte die Einrichtung im Jahr 1027 in ein Kollegiatstift um. Die Vogtei über das Stift lag ab 1169 bei den Grafen von Moosburg und fiel nach deren Aussterben 1284 an die Wittelsbacher. Im Jahr 1598 wurde das Kollegiatstift Moosburg auf Anweisung Herzog Wilhelms V. nach Landshut verlegt. Von 1699 bis 1802 beherbergten die Gebäude ein Kapuzinerhospiz.
Lage+
Das ehemalige Kloster Moosburg befindet sich in der Stadt Moosburg an der Isar, im bayerischen Landkreis Freising in Deutschland.
Vor Ort+
Von den ursprünglichen Klostergebäuden der Benediktiner ist heute nichts mehr erhalten. Das heutige Kastulus-Münster, eine dreischiffige Backsteinbasilika, wurde ab 1170 erbaut und nach einem Brand im Jahr 1207 wiederaufgebaut. Die Gebeine des Heiligen Castulus, die im frühen 16. Jahrhundert wiederentdeckt wurden, ruhen in einem Altar, der von Hans Leinberger zwischen 1511 und 1514 geschaffen wurde.
In der Naehe+
- Schloss Thurn (Schloss, 252 m)
- Kollegiatstift St. Kastulus (Kloster, 426 m)
- Schloss Asch (Schloss, 449 m)
- Schloss Isareck (Schloss, 3680 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Sam222 / Public domain via Wikimedia Commons
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Lage: 48.4649, 11.9369