Ökonomiegut, Flüchtlingsunterkunft, Privatbesitz
Kloster Mittenheim Schleißheim

Das ehemalige Kloster Mittenheim Schleißheim, ein bedeutendes Baudenkmal in Bayern, befindet sich in der Nähe von München. Diese historische Stätte der Franziskaner-Reformaten zeugt von der barocken Baukunst und der klösterlichen Geschichte der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Mittenheim Schleißheim erfolgte im Jahr 1702 durch Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern und wurde dem Heiligen Franziskus in der Einsiedelei geweiht. Der Hofbaumeister Enrico Zuccalli prägte die architektonische Gestaltung, insbesondere der Kirche, deren Bau ab 1717 begann und die 1722 geweiht wurde. Die Kirche war als Kuppelzentralbau mit querovalem Grundriss konzipiert und umfasste sechs Kapellen. Später, zwischen 1735 und 1737, fügte Joseph Effner einen Hochaltar hinzu, wodurch die Rotunde insgesamt sieben Altäre beherbergte. Die Franziskaner des Klosters übernahmen ab 1790 die Hofpfarrei des kurfürstlichen Schlosses Schleißheim. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgelöst, und die Kirche sowie die ursprüngliche Franziskusklause wurden in den Jahren 1804 und 1805 abgerissen. Die Klostergebäude blieben jedoch weitgehend erhalten und fanden später Verwendung als Ökonomiegut und Flüchtlingsunterkunft.
Lage+
Das Kloster Mittenheim Schleißheim liegt in Oberschleißheim, einer Gemeinde im Landkreis München in Bayern, Deutschland.
Vor Ort+
Die ehemaligen Klostergebäude sind als Baudenkmal geschützt und blieben weitgehend erhalten. Sie dienten nach der Säkularisation verschiedenen Zwecken, unter anderem als Ökonomiegut und später als Unterkunft für Flüchtlinge. In den 1880er Jahren bewohnte der Wappenkünstler Otto Hupp Teile der Anlage.
In der Naehe+
- Schloss Schleißheim (Schloss, 1846 m)
- Schloss Ottershausen (Schloss, 4854 m)
- Schloss Haimhausen (Schloss, 5374 m)
- Schloss Ottenburg (Schloss, 6326 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Carsten Steger / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.2654, 11.5585