Klosterbetrieb
Kloster Merxhausen
Das Kloster Merxhausen ist eine historische Anlage in Bad Emstal, einem Ortsteil von Kassel in Nordhessen. Es zeichnet sich durch seine gotische Architektur und eine wechselvolle Geschichte aus, die von seiner Gründung im 13. Jahrhundert bis zur heutigen Nutzung als Klinik reicht.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Merxhausen erfolgte im Jahr 1213 durch die Herren Hermann und Dietrich von Blumenstein von Dörnberg, was durch den Erzbischof von Mainz bestätigt wurde. Ursprünglich als Doppelstift für Augustiner-Chorherren und fromme Frauen konzipiert, wurde es unter dem Patrozinium des heiligen Johannes des Täufers geweiht. Im Laufe des 13. Jahrhunderts verließen die Chorherren das Kloster, woraufhin es fortan als Nonnenkloster diente. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1475 und dem anschließenden Verfall wurde das Klosterleben vorübergehend eingestellt. Im Jahr 1489 erfolgte die Aufhebung des Nonnenklosters, und es wurde der Windesheimer Kongregation übergeben. Augustiner-Chorherren aus Böddeken übernahmen die Anlage und bauten sie wieder auf. Die Säkularisation und endgültige Aufhebung des Klosters Merxhausen fand 1527 im Zuge der Reformation in Hessen statt. Ab 1533 wurde es als Hohes Hospital für die arme Landbevölkerung genutzt.
Lage+
Das Kloster Merxhausen liegt im Ortsteil Merxhausen von Bad Emstal, einer Gemeinde im Landkreis Kassel in Hessen, Deutschland. Die Anlage befindet sich auf einer Höhe von etwa 244 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute beherbergt die historische Klosteranlage die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal. Im Klostergarten finden regelmäßig Aufführungen des Amateurtheaters Klosterspiele Merxhausen statt, an denen auch Patienten der Klinik mitwirken. Ein Klostermuseum informiert über die Geschichte der Anlage. Von der ursprünglichen romanischen Kirche sind nur geringe Reste erhalten; der heutige Bau ist gotisch geprägt, wobei der Südflügel mit einem Erkervorbau aus dem Jahr 1533 noch erhalten ist. Im Inneren der Kirche sind gotische Malereien, darunter eine Darstellung Christi am Kreuz, sowie zwei Epitaphe von Philipp Soldan aus den Jahren 1548 und 1559 zu sehen.
In der Naehe+
- Schloss Riede (Schloss, 2348 m)
- Schloss Elberberg (Schloss, 3625 m)
- Ruine Falkenstein (Bad Emstal) (Ruine, 3749 m)
- Herrenhaus Elmshagen (Herren- und Gutshaus, 5235 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2288, 9.2600