KlosterWaldeck

Kloster Marienthal

Kloster Marienthal

Klosterkirche

Das Kloster Marienthal, eine historische Zisterzienserinnenabtei in Hessen, Deutschland, wurde im Jahr 1228 gegründet. Es zeichnet sich durch seine gut erhaltene Kirche aus, die einen bedeutenden Flügelaltar aus der Zeit um 1370 sowie eine der ältesten Glocken Deutschlands beherbergt. Als einziges Kloster in der ehemaligen Grafschaft Waldeck, das von den Grafen selbst gestiftet wurde, diente es zudem als deren Hauskloster und Grablege.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters Marienthal reichen bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück, als die Schwalenberger Grafen, vermutlich Widekind I., eine dreischiffige romanische Kirche im „Thal der heiligen Maria“ errichteten. Im Jahr 1228 stifteten Widekinds Söhne, Volkwin und Adolf von Schwalenberg und Waldeck, an diesem Ort das Kloster. Sie übertrugen die Kirche und das zugehörige Gut an die neue Gemeinschaft, die den Namen „Im Thal der heiligen Maria“ und später „Marienthal“ trug. Zur Besiedlung wurden Nonnen aus dem Zisterzienserinnenkloster Kamp am Niederrhein berufen. Die ursprüngliche Kirche erwies sich für den Klosterbetrieb als zu klein und wurde nach 1228 teilweise abgerissen, wobei der stattliche Turm erhalten blieb. An ihrer Stelle entstand eine zweischiffige, chorlose Hallenkirche, die um 1280 der Mutter Gottes geweiht wurde. Um 1330 wurden zwei weitere Joche im Osten hinzugefügt. Nach einem Brand im Jahr 1419, der den hölzernen Kreuzgang zerstörte, wurde 1429 ein steinerner Kreuzgang an der Nordseite der Kirche errichtet, der heute nicht mehr existiert.

Lage+

Das ehemalige Kloster Marienthal befindet sich in Netze, einem Ortsteil der Stadt Waldeck in Hessen, Deutschland. Die Anlage liegt im historischen Grenzbereich zwischen dem fränkischen und sächsischen Hessengau.

Vor Ort+

Heute ist hauptsächlich die sehenswerte Klosterkirche erhalten. Sie beherbergt einen gotischen Flügelaltar aus der Zeit um 1370, der das Leben Christi in 13 Bildern darstellt. Eine der drei Bronzeglocken im romanischen Westturm zählt zu den ältesten Deutschlands und wird weiterhin regelmäßig geläutet. Die St. Nikolauskapelle, die an die Klosterkirche angebaut wurde, diente als Grablege der Grafen von Waldeck. Hier sind zahlreiche Familienmitglieder bestattet, darunter Graf Heinrich II. und vermutlich auch der Klosterstifter Adolf I. Die Kapelle ist mit Grabdenkmälern und Sarkophagen geschmückt, unter denen sich ein Gruftgewölbe mit weiteren Bestattungen befindet.

In der Naehe+
  • Schloss Selbach (Schloss, ca. 3112 m entfernt)
  • Schloss Waldeck (Schloss, ca. 3535 m entfernt)
  • Burgrest Naumburg (Burg, ca. 5365 m entfernt)
  • Schloss Höhnscheid (Schloss, ca. 6371 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Cafezinho 14:55, 24. Mär. 2008 (CET) / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.2245, 9.0942