Klosterbetrieb
Kloster Maria Loreto

Das Kloster Maria Loreto, ein ehemaliges Kloster der Kapuzinerinnen und später der Franziskaner, befindet sich in der Stadt Landshut in Bayern. Es ist bekannt für seine lange Geschichte und die Nutzung durch verschiedene Orden, die das religiöse Leben in der Region prägten.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters gehen auf das Jahr 1623 zurück, als Friedrich Ecker von Kapfing vor den Toren Landshuts ein kleines Schloss mit einer barocken Loretokapelle errichten ließ. Im Jahr 1627 stiftete Elisabeth Thumer von Bruckberg in diesem Anwesen ein Kloster für zwölf Kapuzinerinnen, dem sie selbst beitrat. Aufgrund des Dreißigjährigen Krieges mussten die Nonnen kurz darauf nach Salzburg fliehen, wo sie ein weiteres Loretokloster gründeten. In Landshut erfreuten sich die Kapuzinerinnen jedoch eines starken Zulaufs, was 1671 eine Vergrößerung der Kapelle und 1731 einen Neubau der Konventsgebäude erforderlich machte, da die Gemeinschaft auf über 30 Schwestern angewachsen war. Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde das Kloster Maria Loreto 1802 aufgelöst, obwohl noch 19 Schwestern dort lebten. König Ludwig I. erlaubte später die Wiederansiedlung von Klöstern, woraufhin 1835 Franziskaner der Bayerischen Franziskanerprovinz das Anwesen übernahmen und ein Hospitium gründeten. Zwischen 1840 und 1841 entstand um die Loretokapelle eine große neuromanische Kirche. Das Kloster wurde 1842 zum Konvent erhoben und die Franziskaner übernahmen 1860 das gesamte Areal. Sie engagierten sich in Volksmissionen, Religionsunterricht und Seelsorge. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster 1949/51 in modernen, romanisierenden Formen wiederaufgebaut. Im Jahr 2002 verließen die Franziskaner Landshut. Seit Herbst 2002 nutzt die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde die ehemalige Klosterkirche für ihre Gottesdienste.
Lage+
Das Kloster Maria Loreto liegt im Stadtgebiet von Landshut in Niederbayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 392 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche Mariä Verkündigung wird seit 2002 von der Rumänisch-Orthodoxen Kirche genutzt. Die Konventsgebäude wurden nach Kriegsschäden in modernen, romanisierenden Formen wiederaufgebaut.
In der Naehe+
- Franziskanerinnenkloster Heiligkreuz, Landshut (Kloster, 268 m entfernt)
- Dominikanerkloster (Kloster, 434 m entfernt)
- Ursulinenkloster Landshut (Kloster, 535 m entfernt)
- Kapuzinerkloster Landshut (Kloster, 565 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.5365, 12.1621