Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge
Kloster Maria Hamicolt

Das ehemalige Kloster Maria Hamicolt, gelegen in Coesfeld, Nordrhein-Westfalen, war ein bedeutendes Benediktinerinnenkloster. Seine Geschichte ist geprägt von Neuanfängen und einer langen Tradition der klösterlichen Arbeit, die von der Hostienbäckerei bis zur Paramentenstickerei reichte und die Region über viele Jahrzehnte hinweg mitprägte.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters Maria Hamicolt reichen bis ins Jahr 1856 zurück, als sich Redemptoristen auf einem dem Bistum Münster vermachten Bauernhof nahe Rorup niederließen. Diese erste klösterliche Niederlassung wurde jedoch 1873 im Zuge des Kulturkampfes aufgelöst. Nach dessen Ende erfolgte 1891 eine Neugründung durch deutsche Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament, die aus Oldenzaal in den Niederlanden übersiedelten. Die Nonnen etablierten ab 1895 eine Hostienbäckerei und betrieben zudem eine Paramentenstickerei. Von Maria Hamicolt aus wurden weitere Klöster wiederbelebt oder neu gegründet, darunter 1898 das Kloster Vinnenberg und 1902 die Abtei Varensell. Die Benediktinerinnen verließen das Kloster im Jahr 2008. Anschließend wurde es bis 2022 von der Gemeinschaft des neuen Weges vom hl. Franziskus genutzt, die das Gästehaus weiterführte und die Hostienbäckerei später an einen privaten Betreiber übergab. Das Bistum Münster kündigte 2022 den Überlassungsvertrag und plant den Verkauf der Anlage, die zwischenzeitlich ukrainische Flüchtlinge beherbergte.
Lage+
Das Kloster Maria Hamicolt befindet sich in der Stadt Coesfeld im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Vor Ort+
Das ehemalige Kloster dient derzeit als Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge, während das Bistum Münster den Verkauf der Anlage vorbereitet.
In der Nähe+
- Haus Empte (Herren- und Gutshaus, 1757 m)
- Haus Rorup (Herren- und Gutshaus, 2162 m)
- Haus Schwickering (Herren- und Gutshaus, 3714 m)
- Haus Darup (Herren- und Gutshaus, 4429 m)
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Dietmar Rabich / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.8901, 7.2940