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Kloster Maria Engelport
Das Kloster Maria Engelport, auch bekannt als porta angelica, ist eine historische Klosteranlage im Flaumbachtal am Rande des Hunsrücks, nahe Treis-Karden. Es befindet sich in der Region Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz und ist ein Zeugnis mittelalterlicher Klosterkultur.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Maria Engelport erfolgte um 1220 durch Ritter Emelrich von Monreal, der Zisterzienserinnen aus dem Kloster Kumbd ansiedelte. Diese erste Gemeinschaft bestand jedoch aufgrund mangelnder Unterstützung nur kurz. Eine Neugründung fand 1262 unter Philipp von Wildenburg und Irmgard von Braunshorn statt, die Dominikanerinnen aus den Ardennen, darunter drei ihrer Töchter, nach Engelport brachten. Am 28. August 1272 wechselten die Nonnen zum Prämonstratenserorden. Ab 1275 unterstand das Kloster der Aufsicht des Abtes von Kloster Sayn. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Anlage durch schwedische Truppen stark beschädigt, wobei nur Kreuzgang und Kirche erhalten blieben. Unter den Meisterinnen Elisabeth und Regina Elisabeth von Metzenhausen erfolgte der Wiederaufbau im 17. Jahrhundert. Bis zur Aufhebung im Jahr 1802 lebten bis zu 25 Chorfrauen im Kloster. Eine bedeutende Persönlichkeit war Margaretha Kratz von Scharfenstein, die von 1450 bis 1532 als Meisterin wirkte und sich besonders um die Armen kümmerte. Auch die selig verehrte Beatrix, wahrscheinlich eine Tochter Philipps II. von Wildenburg, war eine frühe Priorin. Nach der Säkularisation 1802 wurden die Gebäude größtenteils abgerissen und das Gelände bis 1903 landwirtschaftlich genutzt. Im Jahr 1903 erwarben die Oblaten OMI das Anwesen und errichteten bis 1906 einen Neubau im neugotischen Stil. Die Einweihung erfolgte 1906, die Konsekration der Kirche 1920.
Lage+
Das Kloster Maria Engelport liegt im Flaumbachtal, einem Seitental der Mosel, in der Region Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Die Anlage befindet sich auf einer Höhe von etwa 152 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute wird die Klosteranlage von den Oblaten OMI genutzt. Die 1904 bis 1906 errichtete Klosterkirche ist im neugotischen Stil gehalten und nach Nordwesten ausgerichtet. Sie beherbergt das Gnadenbild „Unsere liebe Frau von Engelport“, eine Marienstatue aus dem frühen 15. Jahrhundert. Das Hauptgebäude schließt sich südöstlich an die Kirche an und bildet eine markante Front zur Straße hin.
In der Naehe+
- Karmelitenkloster Beilstein (Kloster, 3230 m entfernt)
- Adelssitz Beilstein (Residenz, 3269 m entfernt)
- Adelssitz Haus Schunck (Residenz, 3308 m entfernt)
- Burgruine Metternich (Burg, 3331 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kloster_Maria_Engelport_%282012-05-22_Sp_03%29.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.1252, 7.2785