KlosterMargrethausen

Kloster Margrethausen

Kloster Margrethausen

Schule

Das Kloster Margrethausen, ein ehemaliges Franziskanerinnen-Kloster, befindet sich in Margrethausen, einem Ortsteil von Albstadt in Baden-Württemberg. Es ist ein historisch bedeutsamer Ort in der Region Zollernalb.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters Margrethausen reichen bis ins Jahr 1338 zurück, als es durch den Ortsherren Konrad von Tierberg als Franziskanerinnen-Kloster gestiftet und im darauffolgenden Jahr eingerichtet wurde. Bereits 1298 soll es eine Schwesternsammlung in Margrethausen gegeben haben. Konrad von Tierberg stattete die Klause mit Besitz und Gütern aus und befreite sie von Diensten. Im Jahr 1339 erhielten die Klausnerinnen die Erlaubnis, einen Gang von ihrer Klause zum Chor der Kirche zu bauen. Das Kloster erweiterte seinen Besitz erheblich durch den Erwerb von Hofgütern in Meßstetten und wurde bis zur Reformation zum größten Grund- und Lehnsherrn in der Region. Die Schirmherrschaft lag bis ins 15. Jahrhundert bei den Herren von Tierberg. Nach dem Aussterben dieser Familie ging die Herrschaft über verschiedene Familien an die von Stauffenberg über. Im Dreißigjährigen Krieg erlitten sowohl das Dorf als auch die Klosterkirche schwere Zerstörungen. Die Pfarrei wurde aufgelöst und mit Lautlingen vereinigt. Dennoch wurde die Klosterkirche 1707 neu errichtet und 1723 ein Klosterneubau eingeweiht, wodurch das Klosterleben fortgesetzt werden konnte. Im Zuge der Säkularisation fiel die Herrschaft 1802 an Württemberg, und das Kloster wurde 1811 aufgelöst. Die Klostergebäude dienten danach als Schule, Lehrerwohnung und für die Ortsverwaltung.

Lage+

Das Kloster Margrethausen liegt im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 708 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die ursprüngliche alte Klosterkirche wurde 1824 abgerissen. Die 1723 erbaute neue Klosterkirche, deren Bau von Schwester Oberin Meisterin Franziska Müller initiiert wurde, konnte bis auf den Chorraum erhalten werden. Einige Ausstattungsstücke der profanierten Klosterkirche, darunter der Hochaltar, Altarblätter, Seitenaltäre, Orgel, Kanzel und Beichtstuhl, wurden der neu errichteten Kirche in Ratshausen zugewiesen und sind dort erhalten. Die Apostelbilder sind im Bitz erhalten geblieben. Die heutige Orgel der Kirche stammt von den Gebrüdern Späth aus dem Jahr 1968.

In der Naehe+
  • Ruine Heersberg (Ruine, ca. 1369 m entfernt)
  • Schloss Stauffenberg (Schloss, ca. 1737 m entfernt)
  • Ruine Altentierberg (Ruine, ca. 3101 m entfernt)
  • Augustinerchorfrauenstift Wannental (Kloster, ca. 3261 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.2298, 8.9664