KlosterLindow

Kloster Lindow

Kloster Lindow

Die Reste des Klosters können besichtigt werden

Das Kloster Lindow, eine ehemalige Zisterzienserinnenabtei und späteres adliges Fräuleinstift, befindet sich auf einer Halbinsel am Wutzsee in der Stadt Lindow (Mark) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Obwohl große Teile der mittelalterlichen Anlage nicht mehr existieren, sind noch Gebäude aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert erhalten, die die Geschichte und Bedeutung dieses einst einflussreichen Klosters widerspiegeln.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Lindow wird um 1230 im Temnitzgebiet am Katerbowsee vermutet. Ursprünglich möglicherweise dem Prämonstratenser-Orden zugehörig, erfolgte um 1240 die Verlegung nach Lindow, wahrscheinlich auf Betreiben der Grafen von Ruppin, die ihr Herrschaftsgebiet erweiterten. Zu diesem Zeitpunkt war es wohl bereits ein Zisterzienserinnenkloster. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1334. Die Bauarbeiten für die Klosterkirche und die Konventsgebäude begannen vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts und waren bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts abgeschlossen. Spätere Ergänzungen im 15. Jahrhundert umfassten eine Klosterscheune und eine Klosterschule. Als Hauskloster der Grafen von Arnstein, den Herren von Ruppin, wurde es reich mit Ländereien und Einnahmen ausgestattet, was es zu einem der wohlhabendsten Klöster im nördlichen Brandenburg machte. Nach dem Tod des letzten Grafen von Lindow-Ruppin im Jahr 1524 fiel das Kloster an die Mark Brandenburg. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1542 aufgehoben und allmählich in ein evangelisches Damenstift umgewandelt. Die kurfürstliche Domänenverwaltung übernahm das Klostergut als Amt Lindow. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden 1638 große Teile der Anlage zerstört. Ab 1696 diente es als „Hochadeliges Fräuleinstift“ zur Versorgung unverheirateter Töchter des märkischen Adels, erlebte jedoch einen Niedergang. Die Aufhebung des Stifts erfolgte im Jahr 1945.

Lage+

Das ehemalige Kloster liegt in der Stadt Lindow (Mark) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg, auf einer Höhe von etwa 46 Metern über dem Meeresspiegel. Es befindet sich auf einer Halbinsel nordöstlich der Lindower Altstadt am Wutzsee.

Vor Ort+

Von der ursprünglichen mittelalterlichen Anlage sind heute nur noch wenige Teile erhalten. Die noch bestehenden Bauten stammen hauptsächlich aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert, einer Zeit, in der das Kloster als evangelisches Damenstift genutzt wurde. Das gesamte Gebäudeensemble zeugt von der einstigen Bedeutung und Struktur des Klosters.

In der Naehe+
  • Schloss Meseberg (Schloss, 7340 m)
  • Gutshaus Köpernitz (Herren- und Gutshaus, 10312 m)
  • Schloss Rauschendorf (Schloss, 10390 m)
  • Herrenhaus Neumühle (Herren- und Gutshaus, 10516 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kloster_Lindow1.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.9731, 12.9920