KlosterKemnath

Kloster Kemnath

Kloster Kemnath

profaniert, Teile in umliegenden Kirchen

Das ehemalige Franziskanerkloster Kemnath in Tirschenreuth, Bayern, war über 140 Jahre lang ein bedeutendes religiöses Zentrum in der Region. Es wurde dem heiligen Antonius von Padua geweiht und prägte das geistliche Leben der Umgebung maßgeblich.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Kemnath erfolgte im Jahr 1658, nachdem der Stadtmagistrat von Kemnath die Errichtung eines Franziskanerklosters beantragt hatte. Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern und der Bischof von Regensburg, Franz Wilhelm von Wartenberg, erteilten die Genehmigung. Im Mai desselben Jahres zogen die ersten Franziskanerpatres und Laienbrüder ein. Da der ursprüngliche Platz für eine Klosterkirche nicht ausreichte, wurde ein angrenzender Garten erworben. Die Grundsteinlegung für den Klosterbau erfolgte im November 1660, und bereits im Juli 1662 konnten die Mönche in den Neubau einziehen. Der Bau der Kirche schloss sich an und wurde im Mai 1665 feierlich geweiht, wobei das Patrozinium des heiligen Antonius von Padua auf Wunsch der Kurfürstin Henriette Adelheid festgelegt wurde. Die Franziskaner engagierten sich stark in der Seelsorge, unterstützten Landpfarrer, hielten Missionen ab und führten Passionsspiele auf. Auch die Betreuung der Wallfahrtskapelle auf dem Armesberg gehörte lange zu ihren Aufgaben. Die 1693 gegründete St.-Antonius-Bruderschaft zählte bald über 600 Mitglieder. Im Juli 1758 zerstörte ein Brand das Kloster und die Kirche, doch dank Spenden und Unterstützung konnte der Bau innerhalb von drei Jahren wiederhergestellt werden. Die Säkularisation beendete die Existenz des Klosters im Jahr 1802. Die Mönche mussten Kemnath verlassen und wurden auf andere Klöster verteilt. Die Klosterkirche wurde profaniert, und Teile ihrer Ausstattung fanden in umliegenden Kirchen eine neue Verwendung.

Lage+

Das ehemalige Kloster Kemnath befindet sich in der Stadt Kemnath im Landkreis Tirschenreuth, im Bundesland Bayern in Deutschland.

Vor Ort+

Nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1802 wurden die Gebäude und die Kirche einer neuen Nutzung zugeführt. Die Klosterbibliothek, die nach dem Brand von 1758 wieder auf 3579 Werke angewachsen war, wurde aufgelöst. Die Statue der Schmerzhaften Muttergottes wurde in die Stadtpfarrkirche von Kemnath überführt, während weitere Teile der Kircheneinrichtung, wie der Hochaltar, die Orgel und Kanzel, in den Kirchen von Erbendorf und Waldershof eine neue Heimat fanden.

In der Naehe+
  • Schloss Kaibitz (Schloss, 2981 m)
  • Schloss Unterschönreuth (Schloss, 2994 m)
  • Schloss Schlackenhof (Schloss, 3202 m)
  • Ruine Waldeck (Ruine, 4223 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Unknown authorUnknown author / Public domain via Wikimedia Commons

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Lage: 49.8711, 11.8925