KlosterStadtilm

Kloster Ilm

Kloster Ilm

Rathaus

Das ehemalige Kloster Ilm, einst ein bedeutendes Zisterzienserinnen-Kloster, befand sich im Herzen Thüringens, nahe dem Fluss Ilm. Seine Gründung im 13. Jahrhundert markierte einen wichtigen Punkt in der regionalen Kirchengeschichte und prägte über Jahrhunderte das geistliche und weltliche Leben am Ort.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Ilm erfolgte im Jahr 1275 durch Graf Günther VII. von Schwarzburg. Er verlegte hierfür das Zisterzienserkloster aus Saalfeld an den heutigen Standort in Stadtilm. Zwölf Jahre später, im Jahr 1287, wurde die Anlage geweiht und den Schutzpatronen Maria, Benedikt von Nursia sowie Nikolaus von Myra unterstellt. Die erste Äbtissin war Irmengard, eine Tochter des Gründers. Die Grafen von Schwarzburg übten die Vogteirechte über das Kloster aus. Ein Brand im Jahr 1492 zerstörte Teile des Dormitoriums und des Kreuzgangs und verursachte erhebliche Schäden am Inventar. Während des Bauernkriegs im Jahr 1525 ließ Graf Günther XXII. von Schwarzburg wertvolle Besitztümer und das Archiv des Klosters nach Arnstadt bringen, um sie vor Plünderungen zu bewahren. Nach etwa 250 Jahren des Bestehens wurde das Kloster infolge der Reformation im Jahr 1540 säkularisiert, und sein Besitz ging an die Grafen von Schwarzburg über. Die letzte Äbtissin, Gräfin Margarete von Schwarzburg, verließ daraufhin die Stadt. Große Teile der Klostergebäude verfielen. Nach Beilegung von Besitzstreitigkeiten im Jahr 1599 wurde die Anlage ab 1628 von den Söhnen Graf Albrechts VII. zu einem Schloss umgebaut. Dieses Schloss fiel jedoch 1780 einem Stadtbrand zum Opfer, wobei lediglich die Krypta und der Turm erhalten blieben.

Lage+

Das einstige Kloster Ilm lag im Ilm-Kreis in Thüringen, Deutschland, direkt am Fluss Ilm in der heutigen Stadt Stadtilm.

Vor Ort+

An der Stelle des ehemaligen Klosters Ilm befindet sich heute das Rathaus von Stadtilm. Von den ursprünglichen Klosterbauten sind nach einem Brand im Jahr 1780 lediglich die Krypta und der Turm des später errichteten Schlosses erhalten geblieben.

In der Naehe+
  • Burg Edelhof (Burg, 3714 m)
  • Burgruine Ehrenstein (Burg, 7299 m)
  • Kloster Paulinzella (Sakralbau, 8183 m)
  • Ruine Reinsburg (Reinsfeld) (Ruine, 9885 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: E. Liebermann / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7744, 11.0787